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Über Stöckchenspiele, die Coolen, die Uncoolen und dann doch: Nabelschau

 Verfaßt am 17.02.08 um 00:47 Uhr, von , Kategorien: OT, die weite Welt des www


Ich muss es zugeben: Bis heute wußte ich nicht, was Stöckchenspiele sind. Dank kwerfeldein bin ich nun wieder etwas schlauer - genauer dank der Reaktion von fotografr:

Auch wenn wir Stöckchenspiele zur Befeuerung des eigenen Blogs also, äh, sagen wir mal, eher nur so mittelcool finden. Aber wir können ja verstehen, dass man das einsetzt, um sein Blog nach vorn zu bringen. Und da helfen wir dem Martin natürlich.

Hui. Das ist aber schon sarkastisch… na ja, immerhin beläßt es Hartmut von fotografr nicht nur an Kritik, sondern nimmt dann doch selbst teil. Natürlich nur, um Martin von kwerfeldein zu helfen, denn eine Befeuerung des eigenen Blogs hat Hartmut nicht nötig.

So, jetzt aber Schluß mit Bösartigkeiten (am Rande: wirklich böse ist hier eh nix gemeint)!

Ganz im Ernst: Natürlich dienen solche Stöckchenspiele der Befeuerung des Ausgangsblogs (was ja auch legitim ist). Und spontan bin ich auch geneigt, so etwas eher nur so mittelcool zu finden.

Aber, wie das im Leben meistens ist, gibt es eben auch andere Seiten: Ich habe mir gerade eben die Blogs der Antwortenden zu Gemüte geführt und dabei den einen oder anderen Ort entdeckt, wo ich des öfteren mal vorbeischauen werde. Es ist zudem interessant zu lesen, was andere auf die standardisierten Fragen antworten (das setzt natürlich voraus, dass die Fragen einigermaßen ernsthaft beantwortet werden).

Ja, und nun die Frage: Cool oder uncool sein - mitmachen oder nicht? Wie Claudia von Schauplatz über Stöckchenspiele ganz richtig sagt:

Sie führen uns in Versuchung (let’s face it: Jeder möchte sich gern vorstellen und mehr Besucher gewinnen, denn warum würden wir sonst bloggen?).

Und da ich gerade eh nicht schlafen kann, springe ich ganz lässig über meinen Coolness-Schatten, gebe der Versuchung nach und bin ganz uncool mit dabei.

Oha, ob ich überhaupt mitmachen darf? Denn Martin ist streng:

Um Missverständnissen vorzubeugen, muss ich leider auch erwähnen, dass es sich in dieser Blogparade nicht um Photoblogs handelt, welche ausschliesslich Bilder des Autors enthalten, sondern in welchen das geschriebene Wort im Vordergrund steht. Das bedeutet nicht, dass im Blog überhaupt keine Fotos des Autors liegen dürfen. Ich glaube, ihr wisst, was mich meine.

Steht bei mir das geschriebene Wort im Vordergrund? Eigene Bilder gibt es hier ja zuhauf. Und so lange, dass sich bereits ein Trend abzeichnen könnte, existiert dieses Blog auch noch nicht. Nun, dann erhebe ich meinen eigenen Anspruch an dieses Blog zum Maßstab. Und der besteht darin, dass ich dieses Blog nicht nur zur eigenen Bildpräsentation nutzen möchte, sondern eben auch das geschriebene Wort …zu Wort kommen lassen möchte. Auch, wenn es sich dem aufmerksamen Batrachter noch nicht ganz so eindeutig darstellt.

Nach der Kür die Pflicht: Die Fragen.

Wie wie lange schreibst du schon über Fotografie?

Dieses Blog existiert seit dem 20.12.2007. Über fotografierelevante Dinge schreibe ich aber schon länger. Mein erster Beitrag in diesem Blog, Frontlinsenschutz im Eigenbau, stammt aus August 2007 (damals noch an anderer Stelle). In diversen Fotografieforen bin ich sei Anfang 2006 registriert, und mein ältester Beitrag in de.rec.fotografie ist von 2004. Oh, jetzt bin ich selbst etwas erschrocken darüber, wie schnell die Zeit doch vergeht. Im weitesten Sinne über Fotografie geschreiben habe ich wohl in meiner Lehrzeit als Drucker, wo es auch um Reprofotografie ging. Long time gone.

Über welche Themen der Fotografie schreibst du am liebsten?

Oh, je nach Lust und Laune und gegebenem Anlaß. Da halte ich mir gerne alles offen. Ich denke aber, dass sich mit der Zeit eine gewisse Richtung herauskristallisieren wird. Wie ich mich kenne, wird das zwar auch ein wenig Technikgelaber sein, aber das Referieren über Nyquist-Grenzen, Linienpaare, Ortsfrequenzen und dergleichen überlasse ich gerne den Leuten, die davon mehr verstehen als ich. Ich möchte über Fotografie, wie ich sie als Hobbyist erlebe, schreiben. Mal pragmatisch, mal theoretisch, mal emotional, mal technikverliebt, mal markenspezifisch, mal über den Tellerrand schauend. Und dabei hoffentlich open minded bleibend.

Wieviele Artikel veröffentlichst du pro Woche?

Auch hier gilt: Je nach Lust und Laune und gegebenem Anlaß - und Zeit! Ich muss ja nichts schreiben, ich mach’s ja freiwillig. Das bewahrt mich dann auch vor dem Dilemma, irgend etwas zu schreiben, weil ich Content brauche. Na, aber ein-, zweimal die Woche wäre doch ganz nett, nicht wahr?

Bist du selbst Hobby- oder Berufsfotograf?

Ersteres.

Welchen Artikel würdest du als deinen beliebtesten einschätzen?

Artikel 1 Grundgesetz.

Oh, und wenn’s um mein Blog hier geht, so ist das laut Statistik mit bis heute knapp 500 Hits dieser hier.

Welchen deutschen Fotografieblog würdest du (ausser Deinem eigenen) empfehlen?

Das Empfehlen meines eigenen überlasse ich anderen. Ja, und dann gibt es schon einige, bei denen ich regelmäßig vorbeischaue. Da wären in alphabetischer Reihenfolge:

Bildjournalisten*: Die Profis. Große Bandbreite an Themen. Öfter mal über Fotorecht.

bildwerk3: Agenturszenengeplauder. Immer interessant: Interviews mit Fotografen und den Leuten, die sie umgeben.

Die Welt der Fotografie: Wissen, Praxis, Gestaltung. Adrian Ahlhaus versucht den Spagat zwischen Profis und Hobbyisten, was ihm gut gelingt.

Die Welt in meinem Sucher: Kein Hobby Fotograf, auch kein engagierter Amateur… Horst Welke lebt von der Fotografie. Profi. Oftmals hart aber herzlich…

Fotografieren und mehr aus purer Leidenschaft: Emanuel Ammon, Fotograf und Inhaber der Fotoagentur AURA schreibt in seinem Blog über dies und das, wie er selbst sagt.

Fotografie-Blog: Sehr interessant und gehaltvoll, wenngleich seit neuestem dank Magazin-Theme ziemlich unübersichtlich, wie ich finde. Ich sag’ nur: Grau auf schwarz… Trotzdem: Anschauen!

fotografr.de: “‘Fast alles, was du tust, ist letzten Endes unwichtig - aber es ist wichtig, dass du es tust’ ist ein Gandhi-Zitat und ein sehr passendes Motto für dieses Blog", so der Autor über sein Blog.

ISO 800 von Fabian Mohr: Angenehm leise. Eindrucksvolle Fotos. Nicht nur über Fotografie, sondern auch über Multimedia.

kwerfeldein: Keine Schleimerei - eines meiner ersten regelmäßig gelesenen Blogs. Sehr nett.

paparazzo.net: Leider selten aktualisiert, aber interessante Dinge.

Schauplatz: Themen rund um die Fotografie und die Kunst des Sehens. Nicht technisch orientiert, sondern um Themen wie Wahrnehmung, Gestaltung und Kunst kreisend (das habe ich jetzt aus der Selbstdarstellung abgeschrieben, weil es ganz gut bechrieben ist).

The Public Eye Blog: Ein Treffpunkt für Fotografie. Der Fotojournalist Martin Storz über Fotografie und Fotojournalismus.

1 Kommentar

Kommentar von: Olaf Bathke [Besucher]  
Olaf Bathke

Deine Auflistung ergänzt die Ernsthaftigkeit des eigentlichen Artikels mehr, als es einige Kommentare machen. Danke für die vielen interessanten Links. Und weiter uncool bleiben… LG Olaf

19.02.08 @ 05:54


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