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Vivitar 283 Barebulb-Mod V2

Permalink | Verfaßt am 12.07.08 um 04:28 Uhr | Kategorien: DIY, Praxis, Technik | Schlagworte: ,

Vivitar 283 bare bulb mod

Nach dem Umbau des Vivitar 283 zu einem barebulb flash (den Umbaubericht gibt's hier) und dem eher ernüchternden Ergebnis erster Tests habe ich mir nochmal die "richtigen" bare bulb flashes wie z.B. den Armatar-Umbauten oder den Quantum Qflash (z.B. bei zoomyboy zu sehen) angeschaut. Wie bei meinem Vivitar 283 Barebulb Mod können diese Geräte mit offen liegender Blitzröhre eingesetzt werden. Der Einsatzbereich für dieses Setup schient mir aber recht eng gefaßt. Auch wenn ich ihn noch nicht experimentell ausloten konnte, so ist doch recht klar, dass er vor allem dort zu finden ist, wo im Innenbereich über möglichst viele Flächen (Wände, Decken) geblitzt werden soll. Das ist in der Tat etwas speziell. Zum einen sollten die als Reflektoren verwendeten Flächen nicht farbig sein, zum anderen wird dafür recht viel Blitzleistung benötigt.
Eine zweite Anwendungsmöglichkeit wäre der Einsatz des Vivitar Barebulb Mod als "Blitzkopf" mit Softboxen, die für Kompaktblitzen gedacht sind. Mit herkömmlichen Kompaktblitzen stößt man nämlich oft an die Grenze, dass die Lichtstreuung nicht ausreichend ist und die Softbox Daher nicht gleichmäßig ausgeleuchtet wird.
Diese beiden Varianten interessieren mich nicht so sehr wie die dritte, die von den "großen" bare bulb flashes abgeschaut ist. Neben dem Blitzen mit offenliegender Blitzröhre haben diese bare bulb flashes nämlich auch noch die Möglichkeit, einen Reflektor zu montieren. Was lag da näher, als den Vivitar 283 Barebulb Mod zur nächsten Entwicklungsstufe zu führen?
Den Reflektor spendete ein altes Blitzgerät der Marke Präzisa. Von den Abmessungen her ist er wie gemacht für den Vivitar Barebulb Mod V2.

So, und nun schnell den Test wiederholt (das Motiv hat sich geringfügig verändert, die Aufnahmedaten sind gleich geblieben: Kamera war die Nikon D200 mit AF-S Nikkor 18-70mm 3.5-4.5 G ED. ISO 100, f/8, 1/60 sec. RAW-Konverter: Pixmantec RAW Shooter Professional. Die Bilder sind out of cam. Im RAW-Konverter wurden Kontrast und Schärfe ganz leicht angehoben). Das Ergebnis ist hier zu sehen.

Vivitar 283 bare bulb mod

Erste Überraschung: Man kommt mit viel weniger Leistung aus. Nur noch 1/4 Leistung (dank dem neu erstandenen Vivitar Varipowe- Modul, das anstelle des Thyristors eingesteckt wird und eine bequeme manuelle Leistungsregelung erlaubt) wird benötigt! Zweite Überraschung: Das Licht ist weicher als gedacht. Sicher, ein Durchlichtschirm bleibt ungeschlagen, aber alles in allem gar nicht mal so schlecht. Die Weichheit war zwar zu erwarten, da der Reflektor ja schon deutlich größer ist als bei einem normalen Kompaktblitz, aber das sieht doch ganz gut aus. Ich denke, als Aufheller könnte dieser Blitz eine ganz gute Figur machen.

Nachtrag: Mittlerweile habe ich einen "richtigen" barebulb flash erstanden: Den Sunpak 120J. Sobald er bei mir eingetroffen ist, werde ich darüber berichten. Leitzahl 45 bei ISO 100 hört sich schonmal nicht schlecht an...

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Image Fulgurator: Einige Fragen an Julius von Bismarck

Permalink | Verfaßt am 02.07.08 um 03:01 Uhr | Kategorien: Theorie, Technik, die weite Welt des www, einige Fragen an... | Schlagworte: ,

Über den Image Fulgurator und seine Auswirkungen wurde bei realfragment bereits berichtet. Auch im Internet, befeuert durch die Blogosphäre, stieß der Image Fulgurator durchaus auf Aufmerksamkeit. Der Image Fulgurator wurde hier jedoch meist als eine Art Kuriosum, eine technische Spielerei, wahrgenommen. Oftmals auch fand eine eher technikzentrierte Auseinandersetzung statt.

realfragment möchte die politische und gesellschaftlichen Aspekte des Image Fulgurator stärker beleuchten und hat dem Künstler Julius von Bismarck einige Fragen gestellt.

Julius von Bismarck und der Image Fulgurator

Julius von Bismarck und der Image Fulgurator
Bild: www.juliusvonbismarck.com

ng>realfragment: Bildmanipulation in der Fotografie ist ein altes Thema. Bis jetzt fand Bildmanipulation im engeren Sinne im Nachhinein, am bereits gemachten Bild statt. Die Abbildung der Realität wurde manipuliert. Die Manipulation, die der Image Fulgurator vornimmt, findet ohne Zutun und ohne Wissen des Fotografen statt. Überdies erfolgt sie in einem Stadium, dem der Fotograf glaubt, die Realitätsabbildung noch voll unter Kontrolle zu haben. Was brachte Sie zu dem Ansatz, die Manipulation in den Augenblick der Aufnahme vorzuverlagen, also nicht mehr die Abbildung der Realiät, sondern die Realität selbst zu manipulieren?

von Bismarck: Die visuelle Manipulation des Stadtraumes war mein ursprüngliches Ziel. Weil ich schon bei anderen Arbeiten experimentell mit Blitzen, Kameras und Projektionen gearbeitet habe, kam mir die Idee des Image Fulgurators. Erst dann wurde mir bewusst, wozu man solch einen Apparat nutzen könnte.

realfragment: Auf dem Video, das den Einsatz des Image Fulgurator am Berliner Checkpoint Charlie zeigt, sind teilweise verstörte Menschen zu sehen. Ist diese Reaktion der Regelfall, oder wird die Manipulation auch gleichmütig hingenommen?

von Bismarck: Natürlich reagieren die Leute verstört, wenn sie etwas auf ihrem Bild sehen, was sie mit ihren eigenen Augen nicht gesehen haben. Besonders spannend finde ich hierbei den Augenblick, unmittelbar nachdem das gemachte Foto auf dem Kamerabildschirm angesehen wird. Viele Leute wissen für einen kurze Zeit nicht, ob sie dem Foto oder ihren eigenen Augen trauen sollen. Wie in dem Video, was ich am Checkpoint Charlie aufgenommen habe, gut zu sehen ist, nehmen viele Touristen ihre Umwelt eigentlich nur noch über den Bildschirm ihrer Kamera wahr. Die Konservierung des Gesehenen wird wichtiger als die eigentlich Erfahrung, vor Ort zu sein.
Ich glaube nicht, dass man einen Eingriff in diesen Vorgang einfach hinnimmt, vorausgesetzt, man bemerken ihn.
Da ich mit dem Apparat auf das Motiv ziele und nicht auf einen bestimmten Fotografen, weiß ich oft nicht, wen die Fulguration getroffen hat.

realfragment: Wie schätzen Sie die generelle Wirkung des Image Fulgurator auf die Fotografen ein - kann der Image Fulgurator das Selbstverständnis der Eigendokumentation und ihrer unbedingten Authentizität aufbrechen?

von Bismarck: Ich hoffe, dass ich an diesem Selbstverständnis etwas rütteln kann. Besonders wenn es um Fotografen geht, die ein bestimmtes Ereignis für viele Konsumenten konservieren. Ich glaube, zu einem nachhaltigen Effekt kommt es nicht, wen ich hier und da mal jemandem einen visuellen Kommentar unterschummle. Ich hoffe aber, dass ich damit eine Diskussion auslösen kann, die dann vielleicht auch einen nachhaltigen Effekt hat.

realfragment: Im Internet wird der Image Fulgurator zum großen Teil entweder als Touristenschreck ("Für alle Leute, die was gegen die Touristen mit diesen lästigen Kameras tun wollen") oder als Technikspielerei wahrgenommen. Die von Ihnen durchgeführte Aktion läßt nun aber durchaus einen politischen Anspruch erkennen. Warum, glauben Sie, werden die künstlerischen, gesellschaftlichen und politischen Dimensionen des Image Fulgurator so wenig thematisiert?

von Bismarck: Diese Aspekte interessieren mich eigentlich am meisten, deshalb bin ich dankbar, dass sie von Ihnen thematisiert werden.
Die Mitglieder der blogger-Gemeinde, die in den letzten Tagen auf den Image Fulgurator reagiert haben, kommen ja zum größten Teil aus einem Technikhintergrund. Besonders in den USA wird teilweise sehr negativ auf den Image Fulgurator reagiert. Die Diskussionen werden oft oberflächlich geführt, und enden teilweise mit einer Beschimpfung gegen mich. Die Leute haben anscheinend richtig Angst, dass ich ihnen ihre Urlaubsfotos versaue. Ich freue mich jedoch über jede Diskussion, die von mir provoziert wurde, schließlich war das ja genau das Ziel meiner Arbeit.
Zu einer tiefgründigen Diskussion kommt es hoffentlich, wenn meine anderen Interventionen öffentlich werden. Die Aktion am Checkpoint Charlie war für mich nur ein erster Test. Vielleicht war es ein Fehler, das Video jetzt schon zu veröffentlichen.

realfragment: Eine weitere Reaktion im Internet auf den Image Fulgurator ist die sofortige Assoziation der kommerziellen Verwendung, entweder zur Einblendung von Werbung an lohnenden Standpunkten oder als Fotografieverhinderung, quasi als Copyright-Enforcement-Maschine, beispielsweise in Museen. Sie selbst haben den Image Fulgurator zum Patent angemeldet. Warum haben Sie den Apparat zum Patent angemeldet?

von Bismarck: Das Patent dient in erster Linie dazu, Kontrolle über die Nutzung meiner Erfindung zu haben. Es wäre unverantwortlich gewesen, die Erfindung nicht zu schützen, da man sie gut für penetrante Werbung nutzen könnte.

realfragment: Warum, denken Sie, gehen so viele Menschen von einer zukünftigen kommerziellen Verwendung aus?

von Bismarck: Das verwundert mich nicht. Schließlich wird alles Mögliche zu Geld gemacht, ohne Rücksicht auf Verluste. Mich persönlich interessiert die kommerzielle Nutzung erstmal nicht so. Ich verstehe mich hierbei eher als Künstler und nicht als Unternehmer.

realfragment: Bleibt der Image Fulgurator als Kunstprojekt in den Austellungshallen oder planen Sie Aktionen an öffentlichen Orten?

von Bismarck: Bei der Cyberarts Ausstellung in Linz, die zur Ars Electronica 2008 im September eröffnet, wird das gesamte Projekt ausgestellt. Dort gibt es dann eine Dokumentation über alle Interventionen und natürlich wird der Fulgurator auch zum Einsatz kommen.

realfragment: Julius von Bismarck, vielen Dank für die Zeit, die Sie sich genommen haben.

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4 Kommentare

partikelfernsteuerungDanke, dass du mich auf dein Interview mit von Bismarck aufmerksam gemacht hast. Sehr aufschlussreich.
03.07.08 @ 13:11
Kommentar von: Henning [Besucher]
*****
HenningVielen Dank für das geführte Interview. Es ist bei einer Entwicklung wie dieser nicht verwunderlich, dass Verwirrung um den praktischen Nutzen entsteht. Die Modifikation des urbanen Raumes als Leitmotiv gefällt mir. Ebenso die Unternehmungen, gegen missbräuchliche Nutzung Regularien einzurichten.
03.07.08 @ 16:50
*****
gerhard muthenthalerdanke für den beitrag.
soetwas kann nur einem "freien erfinder" (ich weiß komischer begriff) einfallen, da in forschungsabteilungen mit zielvorgaben geforscht wird. hier gab es vermutlich kein ziel nur offenbar die richtige idee im kopf des zichtigen menschen zur richtigen zeit. arbeite seit über 10 jahren mit erfindern aber das ist eine der verrücktesten (im besten sinne des wortes) ideen die ich gesehen habe. jvb gratulation!
gm
19.09.08 @ 23:59
Kommentar von: Faris [Besucher]
*****
FarisIch habe erst jetzt von diesem Image Fulgurator gehört, aber es ist eine tolle Erfindung und das Interview war super, obwohl es drei Jahre alt ist. Vielen Dank dafür.
22.05.11 @ 11:48

Aufgebrochene Realitätsvergewisserung: Der Image Fulgurator und seine Auswirkungen

Permalink | Verfaßt am 27.06.08 um 03:12 Uhr | Kategorien: Theorie, Technik, die weite Welt des www


Bildmanipulation ist so alt wie die Fotografie selbst. Und noch heute werden Bilder als Beweis wahrgenommen - lange nach der Erkenntnis, dass auch Nachrichtenbilder immer wieder manipuliert wurden.

Julius von Bismarck und der Image Fulgurator

Julius von Bismarck und der Image Fulgurator
Bild: www.juliusvonbismarck.com


er manipuliert werden können und werden, ist heute Allgemeingut - spätestens der Siegeszug der digitalen Fotografie und Bildbearbeitung, der seit einiger Zeit auch im Mainstream angekommen ist. Dennoch: Bilder bleiben Beweise, Bildern wird geglaubt, und zwar auch von jenen, die um die Manipulationsmöglichkeiten wissen. Es scheint, dass das Wesen der Fotografie sich aufgespalten hat. Auf der einen Seite existiert das, was ich "generierte Realität" nennen möchte und anhand der Fernsehzeitschriften-Titelbildern vor kurzem in der Zeit ganz treffend charakterisisert wurde. Auf der anderen Seite: Die "dokumentierte Realität", das sind beispielsweise Bilder, die Nachrichten illustrieren.
Die Rezipienten haben gelernt, mit beiden Spielarten umzugehen. Mit generierter Realität wird gespielt, es ist klar, dass es sich kaum um ein authentisches Abbild handelt, handeln kann, handeln soll. Das wird auch nicht erwartet.
Bei dokumentierter Realität hört der Spaß allerdings auf: Hier erwarten die Betrachter Authentizität ohne wenn und aber.
Ob ein Bild nun generierte oder dokumentierte Realität darstellt, ist zunächst schwer zu erkennen und wird zunehmend nur noch durch den Kontext, in dem sie sich befinden, definierbar. Wieder ein Beispiel: Über die Kunstmenschen, die auf den Titelbildern von Zeitschriften wie beispielsweise TV Spielfilm erscheinen, regt sich niemand auf - zu offensichtlich ist, das diese Bilder nicht authentisch sind.
Manipulationen im nachrichtlichen Kontext stoßen aber noch immer auf Empörung, das zeigt beispielsweise der Fall Adnan Hajj. Glücklicherweise, möchte man ausrufen.

Zurück zur Bildmanipulation. Bei der Frage nach Authentizität stößt man auf eine harte Erkenntnis: Natürlich ist auch ein Bild, das nichts anderes zeigt als die Realität, in gewisser Weise manipuliert. Allein die Wahl des Aufnahmestandorts ist eine erste Manipulation, hinzu kommen etliche weitere Aufnahmeparameter. Diese Beeinflussungen müssen noch nicht einmal absichtlich entstehen. Es ist aber wohl nicht sehr zielführend, den Begriff der Manipulation soweit auszudehnen.
Wenn wir von manipulierten, von gefälschten Bildern sprechen, so meinen wir im engeren Sinne Bilder, deren Aussage im Nachhinein verändert wurde, bei denen später vorsätzlich etwas weggenommen oder hinzugefügt wurde, was im Zeitpunkt der Aufnahme vorhanden war. Bildmanipulation in diesem allgemeingebräuchlichen Sinne ist also das Ändern der Realitätsabbildung im Nachhinein.

Das bedeutet aber auch: Auf das, was aufgenommen wurde, kann man sich verlassen. Und weiter: Auf das, was man selbst aufgenommen hat, kann man sich verlassen - genau so funktioniert Existenzvergewisserung.

Der Image Fulgurator des Berliner Künstlers Julius von Bismarck bricht diese Gewissheit auf. Sein "Aparat zur "minimal-invasiven Manipulation von Fotographien (Fehler im Original)" ändert die Realität in dem Moment, in dem sie festgehalten wird. Dabei ist diese Veränderung nur für einen Wimpernschlag sichtbar und wird erst auf den fertigen Bildern sichtbar.

Das Gerät ist verblüffend einfach aufgebaut. Ein Sensor registriert das Blitzlicht eines Fotoapparates und löst eine Projektion auf das Motiv aus. Ironischerweise geschieht dies mit einem umgebauten Fotoapparat, der den Weg der Bildwerdung vom Kopf auf die Füße stellt.

Das Resultat ist verblüffend, ja teils verstörend, wen man die Reaktionen der Fotografen berachet. Das Prinzip der Realitätsabbildung wurde offenbar aprupt und nachhaltig durchbrochen, ohne dass die Fotografen sich dies erklären können.

Am Rande sei noch erwähnt, dass ich eine ähnliche Aufhebung der Realitätsvergewisserung vor einigen Jahren erlebte, als Besucher einer Ausstellung eine Videoinstallation, die auf eine Leinwand projeziert wurde, zur Erinnerung festhalten wollten. Durch Blitzeinsatz auf die Videoleinwand war das Resultat meistens eine Bild, dem die Erinnerung fehlte: Eine weiße Leinwand. Manche Leute versuchten mehrmals, die flüchtigen Bilder zu fotografieren, mussten dann aber, nach mehrmaliger Kontrolle auf dem Display, aufgeben.
Interessant war, dass die Menschen das Scheitern ihrer Bemühungen sofort oder nach einigen Versuchen, eher gleichmütig hinnahmen.

Folgendes Video zeigt den Einsatz des Image Fulgurator am Berliner Checkpoint Charlie. Der Image Fulgurator projeziert auf das berühmte Schild "You are entering the American Sector" den Satz "Hundreds of people died last year by trying this at the US-Mexico border". Die Reaktionen der Fotografen sind ganz und gar nicht gleichmütig, stellenweise wirken die Leite verstört ("It's spooky").

Im Gegensatz zur Videoinstallation, die ja von vorneherein einen spielerischen Kontext aufbaute, ist dies Ernst. Hier ist keine situationsbedingte Erklärung zur Hand.
Das Prinzip der Selbstvergewisserung wurde ganz offenbar für einen Moment aufgebrochen, der Glaube an die Authentizität der selbst konservierten Realität erschüttert. Von Bismarck selbst formuliert dies so:

A camera can be used as a personal memory tool, since people do not doubt the veracity of their own photographs. [...] with the Fulgurator it is possible to have a lasting effect on those kinds of individual moments and events that become accessible to the masses only because they are preserved photographically.
In this context the Fulgurator represents a manipulation of visual reality and so targets the very fabric of media memory.

Diesen politischen Anspruch haben manche aber wohl nicht ganz verstanden:

Für alle Leute, die was gegen die Touristen mit diesen lästigen Kameras tun wollen, hat ein Mensch namens Julius von Bismarck einen Apparat zur sogenannten “minimal-invasiven Manipulation von Fotoapparaten erfunden.

Vom 4. bis 9. September ist der Image Fulgurator auf der CyberArts-Ausstellung im Rahmen des Ars Electronica-Festivals in Linz zu sehen.

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Fundstücke

Permalink | Verfaßt am 22.06.08 um 18:14 Uhr | Kategorien: Bilder

Dieses Foto lag im Buch: Fischer, Klaus: Kunstlichtfotografie. VEB Fotokinoverlag Leipzig 1975.

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BRD

Permalink | Verfaßt am 21.06.08 um 01:07 Uhr | Kategorien: Bilder
Haus mit Deutschlandfahne
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Vivitar 283 Barebulb-Mod: Erster Praxiseindruck

Permalink | Verfaßt am 14.06.08 um 19:25 Uhr | Kategorien: DIY, Praxis, Technik | Schlagworte: ,


Nach dem Umbau des Vivitar zu einem bare bulb flash war es an der Zeit, zu sehen, ob solch ein Umbau wirklich nennenswerte Änderungen gegenüber herkömmlichen Kompaktblitzen mit sich bringt. Aus diesem Grunde trat der Vivitar 283 Barebulb zu einem Vergleichstest an.

Der Vergleichsaufbau, quick and dirty, genügt sicherlich nicht Labormaßstäben, reicht aber aus, um sich einen Eindruck über die Lichtwirkung zu machen.
Zum Aufbau selbst: Kamera war die Nikon D200 mit AF-S Nikkor 18-70mm 3.5-4.5 G ED. Blitze: Nikon SB24 und eben der Vivitar 283 Barebulb. Bei allen Bildern: ISO 100, f/8, 1/60 sec. RAW-Konverter: Pixmantec RAW Shooter Professional. Die Bilder sind out of cam. Im RAW-Konverter wurden Kontrast und Schärfe ganz leicht angehoben. Beim letzten Bild, welches mit dem Vivitar 283 Barebulb aufgenommen wurde, wurde die Belichtung hochgezogen (später dazu mehr). Die funkausgelösten Blitze standen ca. 1 m links neben der Kamera und ungefähr auf Objektivhöhe. Die Entfernung zum Motiv betrug ca. 2 m.

Zunächst einmal: SB24 pur, direkt auf das Motiv gerichtet. Zoom: 50mm. Leistung: 1/4.

Nikon SB24

Wie zu erwarten: Harte, dunkle Schatten, frontale Ausleuchtung. Weiter geht es mit dem Nikon SB24, über einen silbernen Reflexschirm geblitzt.

Nikon SB24 mit Reflexschirm

Hier sind die Schatten schon deutlich weniger hart, auch sind Bildteile, die im Schatten liegen, weniger zugelaufen. Unschön sind aber die harten Übergänge am Kernschatten. Das nächste Bild wurde wiederum mit dem SB24 azfgenommen, diesmal aber durch einen weißen Durchlichtschirm geblitzt, wozu eine Leistungsanhebung auf 1/2 nötig war.

Nikon SB24 mit Durchlichtschirm

Die Schatten sind nochmals deutlich weicher geworden, außerdem sind die Übergänge innerhalb der Schatten gleichmäßiger. Bildteile, die in den Schatten liegen, sind kaum noch zugelaufen - man vergleiche den Nikon-Blitz am rechten Bildrand mit der ersten Aufnahme.
Nunmehr: Trommelwirbel, der Vivitar 283 Barebulb betritt das Testparkett. Die Blitzröhre wurde senkrecht stehend ausgerichtet. Zunächst einmal eine Überraschung: Die Leistung geht doch sehr in den Keller, und zwar mehr, als ich das erwartet hatte. Trotz 1/1-Leistung mußte das Bild im RAW-Konverter um über eine Blendenstufe hochgezogen werden, um den gleichen Helligkeitseindruck wie bei den anderen Bildern zu erhalten.

Vivitar 283 Barebulb

Der große Wow-Effekt bleibt aus. Zunächst wandert der Blick auf den Schatten der Funkgerät-Antenne links, und der ist hart - fast so hart wie beim ersten Bild. Bei weiterem Vergleich tut sich aber doch ein Unterschied zum direkt geblitzten Bild auf: die Schatten sind bei weitem nicht so dunkel. Man vergleiche nochmals Bildbestandteile, die im Schatten anderer Objekte liegen, wie beispielsweise den Nikon-Blitz auf der rechten Seite.
Interesseant: Rechts, im Bild nicht mehr sichtbar, stand ein rotes Buch. Man achte auf die Tapete... hier kann man sehen, dass der Vivitar 283 Barebulb in der Tat rund abstrahlt und alle Flächen im Raum als Reflektor benutzt (was natürlich auch zum problem werden kann).

Was ist nun das Fazit? Nun, wie gesagt, das große Wunderwerk ist dieser bare bulb falsch nicht. Man kann aber vermuten, dass er in gewissen Aufnahmesituationen ein geeignetes Werkzeug sein könnte. Ich habe allerdings das dumme Gefühl, dass ich erst einmal herausfinden muss, welche Aufnahmesituation eine solche sein könnte... und wie dieser Blitz dann dort eingesetzt werden muss. Da wird wohl noch trial and error angesagt sein.
Und noch eine Erkenntnis: Das Ding frißt Leistung! Eine höhere Leitzahl wäre wünschenswert... das ist wohl auch der Grund, warum handelsübliche bare bulb flashes deutlich leistungsstärker sind. Die Firma, die seinerzeit den Vivitar 283 zu einem bare bulb flash ähnlich dem Quantum QFlash umbaute, setzte gleich noch einen zusätzlichen Blitzkondensator ein...

Was man noch ausprobieren müßte, wäre die Lichtwirkung mit angeflanschtem Reflektor, wie ihn beispielsweise der Quantum QFlash verwendet. Mal sehen, wann ich dazu komme.

Alles in allem ein ganz nettes Projekt. Der große Aha-Effekt blieb zwar aus, andererseits kann man da bestimmt noch etwas daraus machen. Und sei es nur, sich am Ende einen QFlash zu kaufen...

NOCH EIN UPDATE Der Vivitar 283 Barebulb ist nun in Version 2 vorhanden. Hier mehr dazu.

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Memphis Bitch, 04/06/2008, Schwimmbad Music Club, Heidelberg

Permalink | Verfaßt am 13.06.08 um 23:46 Uhr | Kategorien: Bilder
Memphis Bitch, Schwimmbad Music Club Heidelberg

Wer dieses Blog öfter liest, kennt es schon: Die ganze Serie steht bei flickr.

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