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Das Leben sehen, die Welt sehen
Das LIFE Magazine war das seinerzeit wohl bekannteste Fotoreportage-Magazin. Zwischen 1936 und 1972 wöchentlich erschienen, prägte das Magazin mit seinen mehrseitigen großformatigen Bildreportagen die Bildsprache des 20. Jahrhunderts.

AOL Time Warner, in dessen Besitz das LIFE Magazine seit 2004 ist, hat nun in einer Kooperation mit Google das gesamte Bildarchiv digitalisiert. Zehn Millionen historische Bilder, davon 97% bisher unveröffentlicht, werden zukünftig auf dem LIFE photo archive hosted by Google zum Anschauen bereit stehen, laut heise.de ist bisher ein Fünftel davon zugänglich (leider ist die Portalseite äußerst spartanisch, zu den Bildrechten findet sich beispielsweise überhaupt nichts - hier muss man Google bemühen oder bei heise.de nachlesen).
An dieser Stelle möchte ich die programmatische Deklaration der ersten Ausgabe, die, wie ich denke, auch heute noch ein Leitbild für gute Fotografie sein kann, wirken lassen.
Das Leben sehen, die Welt sehen, Augenzeuge grosser Ereignisse sein, die Gesichter der Armen und das Gehabe der Stolzen erblicken - Maschinen, Armeen, Menschenmassen, Schatten im Dschungel und auf der Mondoberfläche; die Werke des Menschen sehen, seine Gemälde, Bauwerke; Dinge wahrnehmen, die Tausende von Kilometern entfernt sind, hinter Mauern, in Innenräumen, an die heranzukommen gefährlich ist; Frauen, die Männer lieben, und Scharen von Kindern; sehen und am Sehen Freude haben; sehen und staunen; sehen und belehrt werden.
Quelle: wikipedia
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