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Kategorie: "Blockupy"

Blockupy Frankfurt: Protest gegen Polizeiaktion

 Verfaßt am 10.06.13 um 17:38 Uhr, von , Kategorien: Bilder, Blockupy , Tags: , , ,

Eine Woche nach dem hoch umstrittenen Polizeieinsatz gegen die Blockupy-Proteste haben um die 8.000 Menschen gegen Polizeiwillk√ľr und -Gewalkt demonstriert. Damit folgten weit mehr Menschen dem Aufruf - der Veranstalter hatte lediglich mit dreihundert Teilnehmern gerechnet. Die Proteste thematisierten auch die aktuellen Ereignisse um die t√ľrkische Takism-Bewegung. Die Polizei hielt sich merklich zur√ľck, √ľber weite Strecken war nur sp√§rliche Polizeibegleitung vorhanden. Die Demonstration, die der Route der gewaltsam aufgel√∂sten Demonstration von vor einer Woche folgte, verlief friedlich.

Blockupy Frankfurt - Protest gegen Polizeiaktion


Blockupy Frankfurt - Protest gegen Polizeiaktion


Blockupy Frankfurt - Protest gegen Polizeiaktion


Blockupy Frankfurt - Protest gegen Polizeiaktion


Blockupy Frankfurt - Protest gegen Polizeiaktion


Blockupy Frankfurt - Protest gegen Polizeiaktion


Blockupy Frankfurt - Protest gegen Polizeiaktion


Blockupy Frankfurt - Protest gegen Polizeiaktion


Blockupy Frankfurt - Protest gegen Polizeiaktion


Blockupy Frankfurt - Protest gegen Polizeiaktion


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Blockupy Frankfurt: Am Rande des Rechtsstaats?

 Verfaßt am 07.06.13 um 16:00 Uhr, von , Kategorien: Bilder, Blockupy , Tags: , , ,


Am 01.06, Tag zwei der Europ√§ischen Tage des Protests gegen das Krisenregime der Europ√§ischen Union in Frankfurt fand die Abschlu√üdemonstration mit mehreren tausend Teilnehmern statt. Die Polizei spricht von 7.000 Personen, die Frankfurter Rundschau berichtet von 10.000, die Veranstalter sch√§tzen 20.000. Schon im Vorfeld hatte es Auseinandersetzungen √ľber die Route gegeben. Die Stadt Frankfurt wollte die Demonstration nicht an der EZB vorbeilaufen lassen. Der hessische Verwaltungsgerichtshof hatte am 29.05. die von Blockupy geplante Route letztendlich aber best√§tigt.
Bis zur EZB sollte die Demonstration aber gar nicht kommen. Schon nach knapp einem Kilometer trennte die Polizei mit starken Kr√§ften den vorderen Teil der Demo, den antikapitalistischen Block, an einer strategisch g√ľnstig gelegenen Stelle, vom Rest der nachfolgenden Demo. Nach Polizeiangaben 900 Personen wurden eingekesselt. Vorausgegangen waren Bengalow√ľrfe aus den Reihen des antikapitalistischen Blocks. Entgegen des Kalk√ľls der Polizei zogen die nachfolgenden tausende Demonstranten nicht ohne die Eingeschlossenen weiter, sondern solidarisierten sich √ľber Stunden mit den Gefangenen.

Die eingeschlossenen Demonstranten wurden √ľber acht Stunden festgehalten. Erst nach drei Stunden wurden zwei Toiletten zur Verf√ľgung gestellt, Wasser wurde nicht bereitgestellt. Anwohner lie√üen an Seilen Eimer mit Wasser zu den Gekesselten herunter. Die Polizei forderte die Demonstranten mehrfach auf, einzeln zur Personalienfeststellung aus der Demo zu kommen. Als die Eingeschlossenen dieser Aufforderung nicht nachkamen, begann die Polizei, mit starken Kr√§ften jede einzelne Person aus der Demo zu ziehen. Vorausgegangene Verhandlungen zwischen Demoleitung und Polizei bleiben erfolglos. Auch anwesende Parlamentarier konnten nicht vermitteln.

Bei der R√§umung ging die Polizei mit gro√üer H√§rte vor. Schon zuvor hatte die Polizei immer wieder von Schlagstock und Pfefferspray Gebrauch gemacht. Wer sofort signalisierte, freiwilig zur Personalienfeststellung mitzugehen, und zuf√§llig an Beamte geriet, die besonnen waren, hatte noch Gl√ľck. Wer sich nur ansatzweise widersetzte, wurde unter Anwendung von unmittelbarem Zwang "herausgeholt". In der Praxis waren dies Faustschl√§ge ins Gesicht, Fu√ütritte, Schl√§ge mit dem Schlagstock, Schmerzgriffe - die mittlerweile √∂ffentlich gemachten Berichte sprechen f√ľr sich (GEW-Landesvorsitzender Opfer von Blockupy-Polizeigewalt, Labournet: So war es nicht, Stellungnahme der Demosanit√§ter_innen, Die Welt: Waren wir auf der selben veranstaltung?, FAZ: Regenschirme sind keine Vermummung).
Selbst Mitglieder der Frankfurter BFE (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit; Spezialeinheit der Polizei) sollen laut Frankfurter Rundschau den Einsatz nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau scharf kritisiert haben. Einem anderen Bericht zufolge sollen sich Polizisten w√§hrend des Einsatzes entschuldigt haben. W√§hrend der R√§umung waren Polizisten zu beobachten, die hemmungslose Kollegen zur√ľckhielten.

"Das war doch geplant!" Was vor Ort immer wieder geäußert wurde, scheint sich im Nachhinein zu bestätigen. Selbst die nicht als polizeikritisch bekannte BILD berichtete, dass der Einsatz vorausgeplant war. Die Frankfurter Rundschau spricht gar von der "gefährlichen Macht der Polizei".

Wenn, und darauf deutet einiges hin, die Polizeiaktion Kalk√ľl war, dann hatte das mit Rechtsstaat nichts mehr zu tun. Nachdem in Frankfurt bereits im Vorjahr Grundrechte bereits massiv und brutal eingeschr√§nkt worden waren, muss man sich fragen, ob ein R√ľckfall in vergangen geglaubte Zeiten des vorigen Jahrhunderts bevorsteht. Den politischen Verantwortlichen freilich wird's egal sein. Sie werden vermutlich schulterzuckend zum Tagesgesch√§ft √ľbergehen - Willk√ľr, Gewalt und Repression haben ja nur den P√∂bel getroffen. Rechtsstaatlichkeit freilich ist etwas anderes.


Auftaktkundgebung der Demo. Der Demonstrationszug...



...setzte sich in Bewegung. Doch schon nach knapp einem Kilometer...



...stoppte die Polizei den Zug.



Vorausgegangen waren Bengalow√ľrfe.



Unmi√üverst√§ndlich: F√ľr die Demo war Schlu√ü.


Farbbeutelwurf gegen die Polizei.



Starkte Polizeikräfte trennten den antikapitalistischen Block vom Rest der Demonstration ab.



Erst nach drei Stunden Kessel wurden zwei Toiletten zur Verf√ľgung gestellt.



Wasser wurde nichtbereitgehalten, Versorger von au√üen nicht in den Kessel gelassen. Solidarische Anwohner unterst√ľtzten die Eingeschlossenen.



Demonstrative Gelassenheit konnte nicht √ľber die Anspannung, Wut und Angst unter den Eingeschlossenen hinwegt√§uschen.



Immer wieder kam es zu Verletzungen durch Pfefferspray.



Die Demonstranten widersetzten sich buchstäblich.



Kurz vor sechs Uhr abends begann die Räumung.



Verhandlungen zwischen polizei und Parlamentariern, hier MdL Janine Wissler, blieben erfolglos.



Viele Protestler entschieden sich zum aktiven Widerstand...



... gegen die in die Menge dr√ľckenden Polizeiketten.



Ob lautstark...



...oder schweigend...



...am Ende gab es kein Entrinnen.



Vielen war die Ersch√ľtterung √ľber das Vorgehen der Polizeikr√§fte anzusehen.























Kurzes Aufflackern der Freude: Mehrere Demonstrationsz√ľge vereinigten sich nach der R√§umung und dem Abzug der Polizei.



Was vom Tage √ľbrig blieb...



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Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration

 Verfaßt am 06.06.13 um 13:00 Uhr, von , Kategorien: Bilder, Blockupy , Tags: , , ,

F√ľr den 31. Mai und 1.Juni 2013 rief Blockupy zu europ√§ischen Tagen des Protestes in Frankfurt am Main gegen das Krisenregime der Europ√§ischen Union auf. Am Sitz der Europ√§ischen Zentralbank (EZB) und vieler deutscher Banken und Konzerne sollte der Widerstand durch die Blockade der EZB und zahlreiche andere Aktionen auf die Stra√üe getragen werden.

Am Freitag, dem ersten Tag der Proteste, blockierten mehrere tausend Menschen ‚Äď die Organisatoren sprechen von 3000 - die Europ√§ische Zentralbank in Frankfurt. An dern Absperrungen kam es zu Rangeleien, als Protestler versuchten, die Gitter zu √ľberwinden. Die Polizei setzte Pfefferspray und Schlags√∂cke ein. Abgesehen davon bleib die Situation friedlich.
Nach der Blockade der EZB fanden in der Innenstadt weitere Aktionen der Protestler statt. So wurden beispielsweise vor Bekleidungsgeschäften die ausbeuterischen und menschenverachtenden Verhältnisse in der globalisierten Textilindustrie thematisiert.

Am Frankfurter Flughafen, dem gr√∂√üten Abschiebeflughafen Deutschlands, fand eine weitere Demonstration gegen die EU-Fl√ľchtlingspolitik statt. Dem Versuch der Demonstranten, unkontrolliert in das Flughafengeb√§ude zu gelangen, setzte die Polizei Pfefferspray und Schlagstock entgegen. Dabei wurden durch unsachgem√§√üe Anwendung mehrere Polizisten Opfer des eigenen Reizgas. Nach l√§ngerem Hin und Her durften 200 Personen im Flughafengeb√§ude eine Demonstratrion durchf√ľhren. Dieses Anzahl war zuvor vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof festgelegt worden. Im Flughafengeb√§ude selbst wurde die Demonstration unter enger Polizeibegleitung gehalten.

Am Tage zuvor waren mehrere Busse mit Demonstranten auf ihrem Weg nach Frankfurt von der Polizei angehalten und auf ein Polizeigel√§nde gebracht worden. Die Polizei durchsuchte jede einzelne Person und das Gep√§ck, auch die Personalien wurden aufgenommen. Mehrere Personen, die sich diesen Ma√ünahmen nicht f√ľgen wolten, mussten in ihre Heimatst√§dte zur√ľckkehren.

Einige Tage zuvor wurde f√ľnf Demonstranten eine Entsch√§digung von je 500 ‚ā¨ zugesprochen, weil sie bei den Blockupy-Tagen 2012 von der Polizei erst gar nicht erst nach Frankfurt gelassen wurden.

Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
W√§hrend die ersten Demonstrationsz√ľge an der EZB...
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
...und erste Demonstranten an den Absperrungen eintrafen...
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
zogen einzelne Angestellte mitsamt ihren St√ľhlen noch um.
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
Immer wieder versuchten die Protestler...
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
die Gitter aufzuschaukeln.
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
Die Polizei hielt dagegen...
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
und setzte Schlagstock und, wie hier, Pfefferspray ein.
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
Auch Polizeihunde waren vor Ort.
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
Neben schweigendem Gegen√ľber...
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
...und kämpferischen Sprechchören...
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
...waren auch immer wieder Diskussionen zu sehen.
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
Am Tage zuvor waren mehrere Busse auf der Anreise gestoppt...
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
...und die Insassen durchsucht worden.
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
Auch das Gepäck wurde durchsucht.
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
Die Personalien der Anreisenden wurden aufgenommen.
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
Mittags am Flughafen Frankfurt: Zahlreiche Demonstranten...
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
begehrten Einlaß...
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
...unterdessen unternahmen andere Sitzblockaden.
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
Auch hier kam es zu Rangeleien...
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
...auch hier setzte die Polizei Schlagstock und Pfefferspray ein.
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
Am Ende durften zweihundert Personen...
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
...im Terminal 1 eine Demonstration durchf√ľhren.
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
Dies geschah unter enger Polizeibegleitung.
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
Die Abschlußkundgebung fand an einem zentralen Punkt in Terminal 1, direkt unter der Abflugtafel, statt
Blockupy Frankfurt: Blockade, Aktion, Demonstration
Am Abend wurden die Gitterreihen an der EZB mit NATO-Draht verst√§rkt - eine fragw√ľrdige und gef√§hrliche Ma√ünahme, die sich in Frankfurt zu etablieren scheint.

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Trachtengruppe

 Verfaßt am 03.12.12 um 02:21 Uhr, von , Kategorien: Bilder, Blockupy , Tags: , ,

Aus dem Archiv: Polizisten am Römer während den diesjährigen Europäische Aktionstagen gegen EZB, IWF, EU-Komission - Blockupy.

Trachtengruppe
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Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo

 Verfaßt am 19.05.12 um 11:44 Uhr, von , Kategorien: Bilder, Blockupy , Tags: , , ,
Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo

Der dritte Tag der Europ√§ischen Aktionstage in Frankfurt war weiterhin von starker Polizeipr√§senz gepr√§gt. Die Demonstranten zogen in zahlreichen Kleingruppen durch die Stadt und vor allem um die EZB. Immer wieder wurden Gruppen gekesselt. Nach Polizeiangaben wurden an diesem Tag um die 400 Personen in Gewahrsam genommen. Sie sind mittlerweile alle wieder entlassen. Entgegen Berichte in den "Leitmedien" kam am Mittwoch kein Wasserwerfer zum Einsatz. Der Wasserwerfer wurde lediglich durch die Stadt gefahren, woraus sich dann in Stiller-Post-Manier beispielsweise ein "Polizei l√∂st Protestz√ľge in Frankfurt mit Wasserwerfern auf" auf ZEIT online entwickelte. Laut Polizeibericht blieb es aber auch am Mittwoch friedlich. Damit hat sich heute die Gefahrenprognose, auf die sich das Verbot der Stadt Frankfurt √ľber alle Versammlungen au√üer der am heutigen Samstag bezog, erneut nicht bewahrheitet.
AHeute, am Samstag, findet die einzige genehmigte Demonstration, zu der mehrere zehntausend Menschen aus ganz Europa erwartet werden, statt. Von Seiten der sicherheitsbeh√∂rden werden zweitausend gewaltbereite Demonstranten erwartet. Der Samstag wird damit zur Nagelprobe der Proteste: Bleibt die Demonstration auch heute friedlich, so w√ľrden die Polizeima√ünahmen endg√ľltig ad absurdum gef√ľhrt.

Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
Unsanft: Ein Demonstrant, der eine Polizeikette durchbrochen hat, wird gestoppt


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
Polizei formiert sich


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
Eingekesselt: √Ąhnlich wie hier sah es an einiegn Stellen im Stadtgebiet aus


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
Sitzblockade vor einer Polizeikette im Bankenviertel


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
Ein Räumungsversuch der Polizei...


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
...wurde abgebrochen.


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
Jemand brachte Gebäck vorbei...


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
...die Demonstranten ließen es sich schmecken.


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
Am Ende zog sich die Polizei wieder zur√ľck.


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
Wasserwerfer vor der EZB: Entgegen anderslautender Berichte wurden keine Wasserwerfer gegen Demonstranten eingesetzt


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
So wie hier sah es am Freitag an einigen Stellen in Frankfurt aus


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
Fast menschenleer: Teile der Innenstadt waren komplett gesperrt


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
Spontan: Aktivisten machen am Eisernen Steg auf ihre Anliegen aufmerksam


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo
Verspielt: Aktivist vertreibt sich die Zeit in einem Kessel


Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der GroßdemoDurchsucht: Viele Demonstranten erhielten Platzverweise

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Blockupy FFM: Fortgesetzter Ausnahmezustand

 Verfaßt am 18.05.12 um 07:08 Uhr, von , Kategorien: Bilder, Blockupy , Tags: , , ,


Blockupy FFM: Fortgesetzter Ausnahmezustand
 
Auch am Donnerstag demonstrierten in Frankfurt mehrere hundert Menschen trotz Verbots gegen die krisenpolitik von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds auf die Straße. Um die 700 Personen versammelten sich auf dem Paulsplatz und dem Römer. Die Polzei, die wie am Mittwoch mit massiven Kräften vor Ort war, ließ die Protestler zunächst gewähren, erhöhte im Laufe des Vormittags den Druck aber zunehmend.
Paulsplatz und Römer wurden von der Polizei abgeriegelt und voneinander getrennt. Die anfängliche Volksfeststimmung wandelte sich zunehmend in Richtung Entschlossenheit, die Lage blieb aber friedlich. Nachdem die Polizei mehrmals die Demonstranten aufgefordert hatte, die Versammlungen aufzulösen, wurden Paulsplatz und Römer schließlich geräumt. Dabei kam es zu unschönen Szenen: Viele Demonstranten wollten nicht freiwillig gehen und hatten sich untergehakt. Die Polizei ging daraufhin mit unmittelbarem Zwang gegen die Protestler vor.

Die kapitalismuskritischen Proteste wandeln sich zunehmends in einen Protest um das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit. Gleichzeitig ist in Frankfurt ein Klima des Ausnahmezustand entstanden. Die Gefahrenprognose der Stadtverwaltung, nach der Frankfurt von einer Welle der Gewalt √ľberrolt w√ľrde, hat sich auch gestern nicht bewahrheitet. Um so mehr stellt sich die Frage, ob die massive Einschr√§nkung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit und das Errichten eines Ausnahmezustandes in Frankfurt √ľberhaupt zu rechtfertigen ist.

Die Proteste blieben trotz der harten Ma√ünahmen der Polizeikr√§fte ruhig. Auch die Polizei Frankfurt sprach von einem "insgesamt friedlichen Einsatztag" und attestierte sich gleichzeitig, "mit Ruhe und Besonnenheit" und "auf Deeskalation ausgerichtet" zu handeln. Mit steigendem Druck d√ľrfte sich aber auch bei vielen Leuten eine Mischung aus Ohnmacht und Wut aufbauen. Es bleibt zu hoffen, dass die friedliche Mehrheit in der Protestbewegung weiterhin die Oberhand beh√§lt, auch wenn zu erwarten ist, dass die Ma√ünahmen der Polizei noch h√§rter werden.

Angesichts der R√§umung ist die Bildstrecke heute einmal etwas l√§nger. Auf Bildunterschriften wird verzichtet, die Bilder stehen f√ľr sich.

Blockupy FFM: Fortgesetzter Ausnahmezustand
 

Blockupy FFM: Fortgesetzter Ausnahmezustand
 

Blockupy FFM: Fortgesetzter Ausnahmezustand
 

Blockupy FFM: Fortgesetzter Ausnahmezustand
Blockupy FFM: Fortgesetzter Ausnahmezustand
 

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Blockupy FFM: Fortgesetzter Ausnahmezustand
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Blockupy FFM: Fortgesetzter Ausnahmezustand

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Blockupy FFM: Gehen Sie bitte weiter, es gibt nichts zu demonstrieren

 Verfaßt am 17.05.12 um 10:32 Uhr, von , Kategorien: Bilder, Blockupy , Tags: , , ,

Das Szenario wirkte teilweise absurd: Massive Polizeiaufgebote in Frankfurt, Personenkontrollen an Kreuzungen, gesperrte Straßen, eingeschränkter Nahverkehr, die Uni Bockenheim komplett geschlossen.
Dazwischen einige hundert Menschen, die so etwas wie eine Kundgebung versuchen. Der Versuch, sich das Grundrecht Versammlungsfreiheit zur√ľckzunehmen, sieht √ľber weite Strecken f√ľr Aussenstehende so aus, als ob sich bei sch√∂nem Wetter etwas mehr Leute als sonst an der Hauptwache treffen. Angesichts der Polizeipr√§senz sind viele Passanten sichtbar iritiert, der Vergleich mit Ru√üland wird √∂fters bem√ľht.

Nachdem das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch die Verbote aller Demonstrationen in Frankfurt best√§tigt hatte, hat die Polizei angek√ľndigt, in Frankfurt keinerlei Versammlung zuzulassen und enststehende Versammlungen aufl√∂sen. Auch Spontananmeldungen werden nicht genehmigt. Diese Erfahrung mu√üte auch die Bundestagsabgeordnete Sabine Leidig (Die Linke) machen, als sie am Mittwoch abend direkt an der Hauptwache eine Versammlung anmelden wollte. Die Polizei war gut vorbereitet: Schon nach einer Stunde wurde die Verbotsverf√ľgung √ľberreicht. Nach einigen Stunden l√∂ste sich die Versammlung dann am Abend von alleine auf.

Die Gefahrenprognose der Stadt Frankfurt bewahrheitete sich gestern nicht. Bis auf einen B√∂llerknall, der auf Unmut der meisten Protestler stie√ü, blieb es ruhig. Die beispiellose Strategie der Stadt Frankfurt, √ľber Tage hinweg das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit einzuschr√§nken, bleibt bestehen. Wie sich die Lage in den folgenden Tagen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Mehrere tausend Protestler aus ganz Europa haben sich angek√ľndigt. Die Polizei versucht zwar, Anreisende zur Umkehr zu bewegen. Ob sich aber tausende Kapitalismuskritiker einfach so nach Hause schicken lassen, kann zumindest bezweifelt werden.


Angst: bereits am morgen wurden Schaufenster verbarrikadiert, wie hier im Bankenviertel



Koordination: Am Vormittag tagte die Assamblea

Die Hauptwache von oben: Viel Polizei, kein Krawall



MdB Sabine Leidig versucht vergeblich, eine Versammlung anzumelden



Eindeutig: Der Unmut √ľber die Polizei war sp√ľrbar



Blockupy mal anders: Die Hauptwache war abgeriegelt



Währenddessen: Entspannte Feierabendstimmung unter den Protestlern



Bei der Polonäse wollte die Polizei dann doch nicht mitmachen...



...und beschränkte sich aufs Zusehen. Gegen Abend löste sich die Versammlung dann auf.


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© Patrick G. Stoesser. Keine Verwendung ohne vorherige Genehmigung des Urhebers.
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