Kategorie: Blockupy
Trachtengruppe
Aus dem Archiv: Polizisten am Römer während den diesjährigen Europäische Aktionstagen gegen EZB, IWF, EU-Komission - Blockupy.
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Blockupy FFM: Friedlicher Freitag vor der Großdemo

Der dritte Tag der Europäischen Aktionstage in Frankfurt war weiterhin von starker Polizeipräsenz geprägt. Die Demonstranten zogen in zahlreichen Kleingruppen durch die Stadt und vor allem um die EZB. Immer wieder wurden Gruppen gekesselt. Nach Polizeiangaben wurden an diesem Tag um die 400 Personen in Gewahrsam genommen. Sie sind mittlerweile alle wieder entlassen. Entgegen Berichte in den "Leitmedien" kam am Mittwoch kein Wasserwerfer zum Einsatz. Der Wasserwerfer wurde lediglich durch die Stadt gefahren, woraus sich dann in Stiller-Post-Manier beispielsweise ein "Polizei löst Protestzüge in Frankfurt mit Wasserwerfern auf" auf ZEIT online entwickelte. Laut Polizeibericht blieb es aber auch am Mittwoch friedlich. Damit hat sich heute die Gefahrenprognose, auf die sich das Verbot der Stadt Frankfurt über alle Versammlungen außer der am heutigen Samstag bezog, erneut nicht bewahrheitet.
AHeute, am Samstag, findet die einzige genehmigte Demonstration, zu der mehrere zehntausend Menschen aus ganz Europa erwartet werden, statt. Von Seiten der sicherheitsbehörden werden zweitausend gewaltbereite Demonstranten erwartet. Der Samstag wird damit zur Nagelprobe der Proteste: Bleibt die Demonstration auch heute friedlich, so würden die Polizeimaßnahmen endgültig ad absurdum geführt.

Unsanft: Ein Demonstrant, der eine Polizeikette durchbrochen hat, wird gestoppt

Polizei formiert sich

Eingekesselt: Ähnlich wie hier sah es an einiegn Stellen im Stadtgebiet aus

Sitzblockade vor einer Polizeikette im Bankenviertel

Ein Räumungsversuch der Polizei...

...wurde abgebrochen.

Jemand brachte Gebäck vorbei...

...die Demonstranten ließen es sich schmecken.

Am Ende zog sich die Polizei wieder zurück.

Wasserwerfer vor der EZB: Entgegen anderslautender Berichte wurden keine Wasserwerfer gegen Demonstranten eingesetzt

So wie hier sah es am Freitag an einigen Stellen in Frankfurt aus

Fast menschenleer: Teile der Innenstadt waren komplett gesperrt

Spontan: Aktivisten machen am Eisernen Steg auf ihre Anliegen aufmerksam

Verspielt: Aktivist vertreibt sich die Zeit in einem Kessel
Durchsucht: Viele Demonstranten erhielten Platzverweise2 Kommentare
und alle dachten so eine faschistise sozialistische polizei diktatur könne es nur in england und den usa geben!!!
Blockupy FFM: Fortgesetzter Ausnahmezustand

Auch am Donnerstag demonstrierten in Frankfurt mehrere hundert Menschen trotz Verbots gegen die krisenpolitik von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds auf die Straße. Um die 700 Personen versammelten sich auf dem Paulsplatz und dem Römer. Die Polzei, die wie am Mittwoch mit massiven Kräften vor Ort war, ließ die Protestler zunächst gewähren, erhöhte im Laufe des Vormittags den Druck aber zunehmend.
Paulsplatz und Römer wurden von der Polizei abgeriegelt und voneinander getrennt. Die anfängliche Volksfeststimmung wandelte sich zunehmend in Richtung Entschlossenheit, die Lage blieb aber friedlich. Nachdem die Polizei mehrmals die Demonstranten aufgefordert hatte, die Versammlungen aufzulösen, wurden Paulsplatz und Römer schließlich geräumt. Dabei kam es zu unschönen Szenen: Viele Demonstranten wollten nicht freiwillig gehen und hatten sich untergehakt. Die Polizei ging daraufhin mit unmittelbarem Zwang gegen die Protestler vor.
Die kapitalismuskritischen Proteste wandeln sich zunehmends in einen Protest um das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit. Gleichzeitig ist in Frankfurt ein Klima des Ausnahmezustand entstanden. Die Gefahrenprognose der Stadtverwaltung, nach der Frankfurt von einer Welle der Gewalt überrolt würde, hat sich auch gestern nicht bewahrheitet. Um so mehr stellt sich die Frage, ob die massive Einschränkung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit und das Errichten eines Ausnahmezustandes in Frankfurt überhaupt zu rechtfertigen ist.
Die Proteste blieben trotz der harten Maßnahmen der Polizeikräfte ruhig. Auch die Polizei Frankfurt sprach von einem "insgesamt friedlichen Einsatztag" und attestierte sich gleichzeitig, "mit Ruhe und Besonnenheit" und "auf Deeskalation ausgerichtet" zu handeln. Mit steigendem Druck dürfte sich aber auch bei vielen Leuten eine Mischung aus Ohnmacht und Wut aufbauen. Es bleibt zu hoffen, dass die friedliche Mehrheit in der Protestbewegung weiterhin die Oberhand behält, auch wenn zu erwarten ist, dass die Maßnahmen der Polizei noch härter werden.
Angesichts der Räumung ist die Bildstrecke heute einmal etwas länger. Auf Bildunterschriften wird verzichtet, die Bilder stehen für sich.


























14 Kommentare
Das ist die Frage, die mich schon lange beschäftigt!
Erwerbsarbeit, damit das HERRSCHT, was EINIGE Ordnung nennen?
Ob wohl ein paar von euch nachdenklich werden, wenn ihr die Bilder seht, wenn ihr euch und euren Kolleg_innen in die Gesichter seht, wenn ihr seht, wie GEWALT_AUSÜBEND sie agieren?
Ja, ich meine EUCH, POLIZIST_INNEN!
Wart ihr eigentlich alle Krippenkinder, dass ihr meint, so um euren Platz in dem bisschen Lebenszeit, das jeder Mensch nur hat, kämpfen müssen?
Könnt ihr wirklich nur GEHORSAM sein, dem der euch BEFIEHLT? Was ist mit eurem Gewissen?
Was wäre, wenn deine Zwillingsschwester da säße, was wäre, wenn dein Geliebter da säße? Was wäre, wenn du da sitzen möchtest und dich nicht traust, aus Angst vor dem Verlust deiner Einkommenstätigkeit? "Was du nicht willst, das dir die Menschen tun, das tu du ihnen auch nicht!"
Es begann schon mehrmals damit, dass Befehle befolgt wurden UND? Noch mehr Leben kaputtmachen? Könnt ihr nachts ruhig schlafen? Ihr MACHT zuerst euer Leben kaputt, seid ihr euch nicht mehr wert? Hätten eure Mütter gewusst, dass ihr später mal so auftretet, hätten sie euch dann geboren?
Will nicht jede Mutter, dass das Leiden auf der Welt beendet wird? Wollt ihr das nicht? Ich könnte es nicht glauben!
Das bisschen Lebenszeit, das JEDER MENSCH nur hat, das mit einem friedvollen Miteinader gestalten, damit es endlich allen Menschen weltweit gut geht, das ist unser aller Aufgabe! Gebt die Gewalt weg, bitte!
Herzliche Grüße aus Berlin,
Berthild Lorenz
Mutter & Mediatorin
Es tut mir jetzt fast schon weh, dass ich nicht dabei war und keine Prügel oder Schikanen von den Verhütern des GGesetzes erhalten habe. O yeah!
Oder einfach gesagt für Berthild: Typen, die sich schon immer im Rudel agierend leidenschaftlich an Schwächeren vergriffen haben, zieht dieser Beruf an.
Und ja, ich schäme mich ein bisschen nicht dabei zu sein! Ich gehöre auch zu denen, die viel zu sehr in ihrem Alltag eingebunden sind und sich nicht aufraffen können, um friedlich für meine Grundrechte einzustehen.
Ich zolle allen Respekt, die dieses Wochenende in Frankfurt unsere Grundrechte verteidigen!
Die Demo ist irgendwann vorbei und die Polizei trägt Demonstranten vom Platz die eine Sitzblockade machen.
Alles halb so wild.
ich habe manche szenen live erlebt und war von donnerstag bis einschliesslich samstag im dauereinsatz. von daher nehme ich mir jetzt mal das recht raus, ihren einwand scharf zurückzuweisen! denn was in frankfurt dieser tage geschehen ist, war absolut nicht verhältnismässig. das haben mir viele die über mehrere jahrzehnte demoerfahrung verfügen, bestätigt und ich sehe es genauso.
dieser staat ist auf dem weg hin zu einem unrechtsstaat, weil seit ein paar tagen offensichtlich grundrechte eingeschränkt werden können – und zwar von höchstrichterlicher seite aus! es sind deshalb nicht (allein) die polizisten zu weit gegangen, sondern die richter, die den rechtsstaat und die freitheitlich-demokratische-grundordnung zu schützen verpflichtet sind. dazu gehört auch artikel 8 grundgesetz, versammlungsfreiheit.
bitte überdenken sie ihre einschätzung! danke.
mfg, webwatcher
So kurzdenkig sind diese Deppen überall geworden.
Dabei hat der Konsument die grösste Macht: wenn niemand mehr mit Aktien handeln würde und auch kein Bankkonto mehr hat, brechen die Banken automatisch zusammen. Aber so intelligent ist eben niemand mehr auf dieser Welt…
großen Respekt an alle Teilnhemer!
vom wasserwerfer weggespült denke ich - diese gewalt von polizei +
"rechtsstaat" hat eine noch gemeinere qualität als damals
[...] [Editiert. Bitte diskutieren Sie sachlich. pgs]
ich schäme mich dafür
nicht mehr dabeigewesen zu sein - aber schon vom betrachten der fotos
wird mir schlecht.
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Blockupy FFM: Gehen Sie bitte weiter, es gibt nichts zu demonstrieren

Das Szenario wirkte teilweise absurd: Massive Polizeiaufgebote in Frankfurt, Personenkontrollen an Kreuzungen, gesperrte Straßen, eingeschränkter Nahverkehr, die Uni Bockenheim komplett geschlossen.
Dazwischen einige hundert Menschen, die so etwas wie eine Kundgebung versuchen. Der Versuch, sich das Grundrecht Versammlungsfreiheit zurückzunehmen, sieht über weite Strecken für Aussenstehende so aus, als ob sich bei schönem Wetter etwas mehr Leute als sonst an der Hauptwache treffen. Angesichts der Polizeipräsenz sind viele Passanten sichtbar iritiert, der Vergleich mit Rußland wird öfters bemüht.
Nachdem das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch die Verbote aller Demonstrationen in Frankfurt bestätigt hatte, hat die Polizei angekündigt, in Frankfurt keinerlei Versammlung zuzulassen und enststehende Versammlungen auflösen. Auch Spontananmeldungen werden nicht genehmigt. Diese Erfahrung mußte auch die Bundestagsabgeordnete Sabine Leidig (Die Linke) machen, als sie am Mittwoch abend direkt an der Hauptwache eine Versammlung anmelden wollte. Die Polizei war gut vorbereitet: Schon nach einer Stunde wurde die Verbotsverfügung überreicht. Nach einigen Stunden löste sich die Versammlung dann am Abend von alleine auf.
Die Gefahrenprognose der Stadt Frankfurt bewahrheitete sich gestern nicht. Bis auf einen Böllerknall, der auf Unmut der meisten Protestler stieß, blieb es ruhig. Die beispiellose Strategie der Stadt Frankfurt, über Tage hinweg das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit einzuschränken, bleibt bestehen. Wie sich die Lage in den folgenden Tagen entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Mehrere tausend Protestler aus ganz Europa haben sich angekündigt. Die Polizei versucht zwar, Anreisende zur Umkehr zu bewegen. Ob sich aber tausende Kapitalismuskritiker einfach so nach Hause schicken lassen, kann zumindest bezweifelt werden.

Angst: bereits am morgen wurden Schaufenster verbarrikadiert, wie hier im Bankenviertel

Koordination: Am Vormittag tagte die Assamblea

Die Hauptwache von oben: Viel Polizei, kein Krawall

MdB Sabine Leidig versucht vergeblich, eine Versammlung anzumelden

Eindeutig: Der Unmut über die Polizei war spürbar

Blockupy mal anders: Die Hauptwache war abgeriegelt

Währenddessen: Entspannte Feierabendstimmung unter den Protestlern

Bei der Polonäse wollte die Polizei dann doch nicht mitmachen...

...und beschränkte sich aufs Zusehen. Gegen Abend löste sich die Versammlung dann auf.
1 Kommentar
… und noch eine persönliche Bemerkung an die Stadtverordneten im Frankfurter Römer:
Was immer Sie tun oder entscheiden … tun Sie dies im Sinne der Menschen … sonst wird man Sie bald als symbolischen Teil von Pjöngjang wahrnehmen!
http://fortunanetz-forum.xobor.de/t83f2-Deutschland-und-die-Finanzmaerkte.html#msg731

