realfragment
/blog/

Kategorie: "Technik"

Vergleich: Nikon SB-900 mit und ohne Batteriepack Nikon SD-8a

 Verfaßt am 24.04.11 um 01:39 Uhr, von , Kategorien: Theorie, Praxis, Technik , Tags: , ,
Wenn es um den Einsatz von Blitzen geht, so ist immer wieder die Frage zu h√∂ren, welche Vorteile ein Batteriepack bringt. Grunds√§tzlich erh√∂ht eine externe Energiequelle nat√ľrlich die Reichweite, sprich, macn kann mehr Blitze ausl√∂sen. Dar√ľber hinaus kann ein Batteriepack auch die Ladezeit deutlich verringern. Dabei gibt es zu beachten, dass es grunds√§tzlich verschiedene Arten von externen Batteriepacks f√ľr Systemblitzger√§te gibt. Zum einen gibt es, beispielsweise von Quantum, externe Akkus, die √ľber eine Dummybatterie die Stromversorgung des Blitzes auslagern. Zum anderen gibt es herstellereigene Batteriepacks, zum Beispiel bei Nikon den SD-9. Der Vorteil bei L√∂sungen √ľber das Batteriefach liegt darin, dass auch Blitze, die f√ľr eine externe Spannungsversorgung eigentlich nicht vorgesehen sind, damit betrieben werden k√∂nnen, sofern eine passende Dummybatterie erh√§ltlich ist. Nachteilig ist, dass man sich eine L√∂sung ausdenken muss, wie man das Kabel durch die Batteriefachabdeckung f√ľhrt. Im Falle der Nikon-Blitze mit austauschbaren Batteriefachabdeckungen bietet es sich an, eine Ersatz-Batteriefachabdeckung zu modifizieren und diese dann nach Bedarf auszutauschen. Die nikoneigenen externen Stromversorgungen, die man an die gro√üen Blitze SB-800 und SB-900 (und an einige Blitze aus der Vor-eTTL-Zeit) anschlie√üen kann, sind die Batteriepacks SD-8a und SD-9 (letzterer ist nur it dem SB-900 kompatibel) sowie die Power-Blitzschiene SK-6a (welche zus√§tzlich nochmals mit dem SD-8a erweitert werden k√∂nnte), bringen gegen√ľber reinen externen Stromversorgungen noch einen Vorteil. Sie liefern n√§mlich nicht einfach nur Strom, der dann aber √ľber die blitzeigene Elektronik in Hochspannung umgewandelt werden muss, sondern bereits passende Hochspannung, die √ľber eine eigene Verbindung, am blitzeigenen Wandler vorbei, direkt die Kondensatoren aufladen. Der Flaschenhals blitzeigene Wandlerelektronik wird dabei umgangen. Die Nikonblitze ben√∂tigen √ľbrigens dennoch Batterien, um den Blitz selbst betreieben zu k√∂nnen - die Batteriepacks liefern keinen Betriebstrom, sondern nur Ladestrom. Im folgenden wird es speziell um den Nikon-Batteriepack SD-8a und den Nikon-SB-900 gehen. Mit knapp 200 ‚ā¨ UVP ist so ein SD-8a oder SD-9 doch so teuer, dass man ihn nicht einfach mal zum Ausprobieren kaufen wird. Eine generelle Empfehlung kann man hier kaum geben, wie so oft hat das eigene Anwendungsprofil einen starken Einflu√ü darauf, ob man einen Vorteil erlangt oder nicht. Sicher ist: Die Anzahl der ausl√∂sbaren Blitze erh√∂ht sich betr√§chtlich. Das ist ja nun keine √úberraschung und lie√üe sich mit einer Handvoll Ersatzbatterien (die man je sowieso immer dabei haben sollte) ebenso erreichen. Was sich auch verbessert, ist die Ladezeit. Der Blitz ist schneller wieder bereit. Man sollte aber auch nicht erwarten, dass man mit Dauerfeuer und voller Leistung rumballern kann, das kann auch der SD-8a nicht leisten. Um den Unterschied zwischen einem Nikon SB-900 mit und ohne Batteriepack Nikon SD-8a zu verdeutlichen, wird im folgenden Video ein entsprechendes Setup gezeigt. In diesem Artikel wird der Nikon-SB-900 mit und ohne Batteriepack Nikon SD-8a verglichen. Beide Blitze werden mittels Funkausl√∂ser 30 mal in Folge ausgel√∂st. Es finden zwei Durchl√§ufe statt, einmal mit 9 Ausl√∂sungen pro Sekunde und einmal mit einer Ausl√∂sung pro Sekunde. Die Anzahl der vollst√§ndigen Blitzvorg√§nge, die der Blitz jeweils erreicht, wird gez√§hlt.
Ob sich ein externer Batteriepack nun lohnen w√ľrde, muss jeder f√ľr sich selbst ableiten. Das Video mag hierbei f√ľr den ein oder anderen einen Anhaltspunkt bieten.
Anzeige

Einen Kommentar hinterlassen »

Praxistest: Newswear Mens Medium Chestvest

 Verfaßt am 05.06.10 um 17:39 Uhr, von , Kategorien: Praxis, Technik , Tags: , ,

Dieser Artikel ist mir was wert:  Was ist das?
Die Newswear Mens Medium Chestvest

Die Suche nach dem richtigen Rucksack oder der richtigen Tasche ist eine unendliche Geschichte; f√ľr Tragesysteme gilt das gleiche. Ich selbst bin mittlerweile der Ansicht, dass eine Universall√∂sung nicht existiert und dass es zielf√ľhrender ist, f√ľr verschiedene Anwendungsgebiete passende L√∂sungen zu suchen.
F√ľr den Transport der Ausr√ľstung benutze ich einen Holst L (Holst hat die Produktion leider eingestellt) oder eine bagaboo Workhorse (das ist keine spezifische Fototasche) oder beide zusammen. Damit bin ich auch ganz zufrieden.

Ich muss aber immer wieder einen Nachteil von R√ľcks√§cken feststellen: Man muss zum Objektivwechsel den Rucksack abnehmen. Das ist auch oft kein Problem, aber wenn es schnell gehen muss, weil man sich in einer dynamischen Umgebung befindet, kann das etwas nerven. Man k√∂nnte auch mit zwei Geh√§usen fotografieren, aber ich finde in einigen Situationen ein Geh√§use angenehmer - dazu sp√§ter noch mehr.

Versuche mit einer klassischen Schultertasche haben sich als unbefriedigend erwiesen: Man kommt zwar in der Tat gut an alles ran, aber erstens wird die Last nicht wirklich r√ľckenschonend verteilt, sondern h√§ngt halt auf einer Schulter, und zweitens kann ich damit nicht gut rennen. Am Rucksack als "Basislager" f√ľhrt daher meines Erachtens kein Weg vorbei. Nett w√§re es aber, wenn man die Teile der Ausr√ľstung, die man h√§ufig braucht, irgendwie so anbringen k√∂nnte, dass man schnell drankommt.

Bei mir kommt eine ganz spezielle Anforderung dazu: Ich muss radfahren k√∂nnen. Ich fotografiere oft Events, auf denen ich selbst mit dem Rad unterwegs bin. Da w√§re auch ein Schnellzugriff auf die Kamera ganz nett - bisher muss ich bei l√§ngeren Strecken immer kurz anhalten, um die Kamera zu verstauen. In letzter Zeit behalf ich mir damit, die Kamera mittels eines Zusatzkarabiners am G√ľrtel oder Schultergurt des Rucksacks einzuh√§ngen. Das funktioniert, ist aber ein gewisses Gebaumel. Und mit zwei Geh√§usen am K√∂rper w√§re das gar nicht mehr machbar, zumal das die Kombi D200/D300, jeweils mit Bateriegriff und dazu 17-55/2.8 und 70-200/2.8 w√§re.

Wir fassen zusammen: Ein Rucksack muss weiterhin verwendbar sein, ich m√∂chte rennen (in die Hocke gehen, irgendwo hinaufklettern, irgendwo herunterspringen) k√∂nnen, ich m√∂chte radfahren k√∂nnen, ich m√∂chte schnell an einige Sachen kommen und dazu nicht immer den Rucksack absetzen m√ľssen. Wenn ich dann noch die Kamera selbst in Bereitschaft verstauen kann, um so besser.

Was ich hingegen nicht brauche, sind so Dinge wie "Tarnung" (dazu fällt mir spontan die Cloakbag ein, zu der Sascha Rheker einen ganz wunderbaren Artikel geschrieben hat), Kompass, 20mm-Polsterung aus Weltraummaterialien gefertigt, "Shock-Absorber" und dergleichen einzigartige Features mehr.

G√ľrtel-Taschen-Systeme (in meinem Falle Lowepro Street&Field) kommen den Anforderungen schon sehr nahe, waren mir pers√∂nlich durch die dicke Polsterung aber vom Packma√ü zu volumin√∂s. Und das 70-200 in der G√ľrteltasche G√ľrtel war mir dann etwas zu baumelig. Vor allem liegen gr√∂√üere Taschen schnell am Boden auf, wenn man in die Hocke geht.

Hände frei: Objektiv unter den Gurt geklemmtDas funktioniert auch mit größeren Objektiven wie dem 70-200/2.8Ich entscheid mich nach anfänglichen Zögern (es gibt wenig Berichte im www zu finden, auch die Abmessungen der Taschen sind nicht genau beschrieben), es einmal mit der Chestvest von Newswear zu versuchen. Ich muss sagen, ich bin begeistert: Das ist es!

Die Chestvest (ich habe die Mens Medium-Version gekauft), ist aus 420 Denier Crinkle Nylon (Herstellerangabe) gefertigt und hat zwei kleine und zwei gro√üe Taschen, die jeweils noch √ľber kleinere Zusatztaschen verf√ľgen. Die Haupttaschen sind nur leicht gepolstert, so dass die Chestvest sich klein zusammenfalten l√§sst.
Man tr√§gt die Chestvest vor dem Bauch, wobei man die Gurte wie Hosentr√§ger (gekreuzt oder gerade) √ľberzieht. Am R√ľcken wird der H√ľftgurt geschlossen. Die Chestvest l√§√üt sich auch auf dem R√ľcken oder √ľber einer Schulter tragen.

Platz ist ausreichend f√ľr ein Standardsetup vorhanden. Ich bekomme einen SB-900 und SD-8a, das Tokina 11-16/2.8, das Nikon 70-200/2.8 (mit umgedrehter Streulichtblende passt es ganz in die Tasche, mit aufgesetzter Streulichtblende ragt es etwas heraus, die Tasche l√§√üt sich aber noch schlie√üen) und einen Belichtungsmesser hinein - es ist noch Platz frei.

Kleines Packma√ü: Die zusammen­gefaltete Chestvest Das pa√üt hinein:
Tokina 11-16/2.8, Nikon 17-55/2.8, Nikon 70-200/2.8, SB-900 mit SD-8a, Bel­ich­tungs­messer, Funk, Kleinkram. Nor­maler­weise w√§re eines der Objektive bereits an der Kamera.
Die Innenma√üe der beiden √§u√üeren Taschen sind (BxHxT; cm) ca. 13x15x5; die der beiden inneren Taschen ca. 14x24x8. Auf den Deckeln der Taschen befinden sich nochmals kleinere aufgesetzte Taschen mit den Innenma√üen (BxH; cm) ca. 13x16 (√§u√üere Deckel) und ca. 12x17 (innere Deckel). An der dem K√∂rper zugenwandten Innenseite befinden sich nochmals zwei Einsch√ľbe in den Ma√üen (BxH; cm) von jeweils ca. 11x15.
Die Taschen lassen sich etwas vergr√∂√üern, wenn der Deckel nicht ganz geschlossen wird. Die Deckell√§nge und die Klettverschl√ľsse geben das her. Abgeschlossen ist die Tasche dann nat√ľrlich nicht mehr.

Der Tragekomfort ist gro√üartig. Das Gewicht der Ausr√ľstung wird √ľber beide Schultern verteilt (nat√ľrlich ist es noch da, da hilft nichts). Rennen ist √ľberhaupt kein Problem. Auch Radfahren ist ganz wunderbar, wenn auch klar sein d√ľrfte, dass man nicht unbedingt in extremen Aeropositionen unterwegs sein kann.
Sehr schön (den Trick habe ich von Craig Shipp) ist die Möglichkeit, die Kamera bzw. das Objektiv einfach unter einen Träger zu klemmen. Die Kamera ruht dann auf den Taschen und wird vom Träger gehalten - so hat man ganz schnell beide Hände frei und kann, hurra, sogar Rad fahren und dabei die Kamera schnell bereit haben. Das funktioniert sogar mit dem 70-200.

Craig Shipp zeigt das alles auch nochmal in einem Video:

√úber das √§u√üere Erscheinungsbild der Chestvest wird im www viel geredet - die Assoziation zu Selbstmordattent√§tern f√§llt immer mal wieder. Nat√ľrlich ist die Chestvest in gewisser Weise ungew√∂hnlich, aber mir ist es im mitteleurop√§ischen Raum noch nicht passiert, dass man mich damit √ľber Geb√ľhr schr√§g angeschaut hat. Auff√§lliger als die Kamera d√ľrfte die Chestvest auch nicht sein, und wenn man sie auf dunklen Klamotten tr√§gt, f√§llt sie aus einiger Entfernung nicht mehr auf. Ich bin sowieso der Meinung, dass das Verhalten des Fotografen mehr seine Wahrnehmung bei anderen bestimmt, als seine Ausr√ľstung - aber das nur am Rande.

Die Taschen der Chestvest werden mit gro√üfl√§chigen Klettverschl√ľssen verschlossen. Das kann in l√§rmsensiblen Bereichen problematisch sein, denn das √Ėffnen der Taschen ist ziemlich laut. Abhilfe schafft ein vorheriges √Ėffnen und Einschlagen der Deckel nach innen - dann sind die Taschen aber dauerhaft offen. Man kann aber auch einen Teil der Klettfl√§che mit passendem Klettband (Meterware, erh√§ltlich z.B. im Baumarkt) "deaktivieren".

Die Newswear Chestvest geh√∂rt zu jenen Dingen, bei denen man sich nur √ľber eines √§rgert: Dass man sie nicht schon fr√ľher gekauft hat.

Die Newswear-Produkte sind in Deutschland √ľber isarfoto erh√§ltlich. Bei eBay.com finden sich auch immer wieder Produkte von Chestvest. Wer den internationalen Versand und die Einfuhrumsatzsteuer nicht scheut, kann so noch ein paar Euro sparen.

Dieser Artikel ist mir was wert:  Was ist das?

Anzeige

4 Kommentare »

Bratze, Teufel, 07.04.2010

 Verfaßt am 08.04.10 um 00:34 Uhr, von , Kategorien: Praxis, Bilder, Technik , Tags: , , ,
Bratze
Bratze
Bratze

"Fr√ľher nannte man diese Dinge Punk. Heute hei√üt es vielleicht Elektropunk. Und Bratze geh√∂ren definitiv zu dieser Bewegung, die mittlerweile eine sehr gro√üe Anh√§ngerschaft vorweisen kann.
Was unterscheidet die beiden von den anderen Elektropunk Bands?
Ist es der Sound, ist es die Dialektik, ist es das beim ersten Hinschauen Strukturlose, ist es diese Naivität, die zwischen den Zeilen Aussagen besitzt, dieser leicht Hang zum Dadaismus, oder sind es nur ihre Frisuren?
Keine Ahnung. Aber die Summe aus den vielen kleinen Eckpunkten, machen Bratze vielleicht anders."

Das ist doch mal eine schöne und auch treffende Selbstdarstellung.

Der Aufritt im Teufel Heidelberg war mitrei√üend und schwei√ütreibend - nicht nur f√ľr Bratze, auch f√ľr die Zuschauer.

Was f√ľr Konzertg√§nger grandios war, war ein Fotografenalbtraum: Blaues und gr√ľnes LED-Licht, massig Nebel, gerne auch mal gef√ľhlt minutenlang Stroboskop. Dazu eine so hohe Luftfeuchte, dass die Objektive permanent beschlugen. Ach ja, dunkel wars auch: f/1.8 und ISO 3200 waren manchmal noch zu lichtschwach...
Egal! Konzerte werden schlie√ülich nicht f√ľr Fotografen, sondern f√ľr Zuh√∂rer und -schauer gemacht. Und das ist auch gut so. Zumindest an diesem Abend.

Mehr Bilder gibt's bei flickr.

Dieser Artikel ist mir was wert:

Was ist das?

Einen Kommentar hinterlassen »

Memphis Bitch, Romanischer Keller

 Verfaßt am 20.03.10 um 18:54 Uhr, von , Kategorien: Praxis, Bilder, Technik , Tags: , , ,
Memphis Bitch, Romanischer Keller

...mehr gibt's auf flickr.

√úbrigens bin ich sehr angetan von der D300, die damit ihre erste Dunkelraum-Bew√§hrungsprobe hatte. Die Location war recht dunkel, und ich war auf ISO 3200. f/1.8 ist nat√ľrlich Pflicht, obwohl ich hier und da auch mit dem Tokina 11-16/2.8 unterwegs war.
Die Bilder sind erstaunlich gut geworden, entrauschen halte ich nicht f√ľr notwendig. Mit der D200 h√§tte ich mich das nicht getraut.

Einen Kommentar hinterlassen »

Fotografieren am Limit: Simon Carter

 Verfaßt am 22.02.10 um 17:01 Uhr, von , Kategorien: Praxis, Bilder, Technik, ins Auge gesprungen, die weite Welt des www , Tags: , ,

Gute Kletterbilder sind aufregend: Sie beschleunigen den Pulsschlag und erzeugen einen leichten Schweißfilm auf den Händen.
Simon Carter, selbst Kletterer, fotografiert seit 16 Jahren Menschen, die mit ihren H√§nden und F√ľ√üen die H√∂he bezwingen. In Kooperation mit dem Nikon Professional Service hat Carter nun die Nikon D3s zum Einsatz gebracht, um einen Film in den australischen Blue Mountains zu drehen. Herausgekommen ist ein schwei√ütreibender Zweimin√ľter, der auf Carters Blog und nat√ľrlich Youtube zu sehen ist. Definitiv sehenswert.
Was gerade f√ľr Fotografen noch interessanter sein k√∂nnte, ist das Making of, das bei diesem Shooting entstanden ist. Carter agiert n√§mlich nicht vom sicheren Boden aus, sondern h√§ngt sich im wahrsten Sinne des Wortes rein. Carters Arbeitsweise mag in technischer Hinsicht sicherlich nichts zeigen, wovon "normale" Fotografen profitieren k√∂nnen - die wenigsten werden in schwindelerregender H√∂he h√§ngen und nebenbei Objektive wechseln. Im √ľbertragenen Sinne hat uns Simon Carter aber dennoch etwas zu sagen:

I’ve learnt a few things: The easy road isn’t always the right road in the long run. The more I’ve followed my vision the more opportunities have come along — the more things have fallen into place and allowed me to move forward. And, as we’ve seen, sometimes you’ve got to step back to move forward.
Simon Carter: Do you have a vision for your photography?

Genug der Worte, hier die Videos:


√úbrigens: Wer sich (wie ich anfangs auch) √ľber die Filmtransport-Ger√§usche am√ľsiert, mit denen die Stills untermalt werden: Einige Bilder sind mit der F100 entstanden, und Carter war bis vor zwei Jahren √ľberzeugter Anh√§nger der optochemischen Fotografie. Mit der D3 hat sich das dann ge√§ndert - genauso wie die D3s Carters Verh√§ltnis zur Bewegtbild-Fotografie ver√§ndert hat.

Leider ist das, was Nikon Australia "Blog" nennt, keines. Die Möglichkeit, auf einzelne Beiträge zu verlinken, fehlt, genauso wie die Kommentarfunktion. Ich kann daher nur auf mynikonlife.com.au verlinken, den einzelnen Beiträge muss man dann selbst suchen. Er heißt "Do you have a vision for your photography? By Simon Carter".

Anzeige

Dieser Artikel ist mir was wert:

Was ist das?

Einen Kommentar hinterlassen »

Nikon D700 nimmt Video auf

 Verfaßt am 30.01.09 um 15:12 Uhr, von , Kategorien: DIY, Praxis, Technik, die weite Welt des www

(via photoappa.rat)

Russische T√ľftler scheinen ein besonders inniges Verh√§ltnis zu Canons DSLR-Modellen zu haben. Man erinnere sich nur an den legend√§ren "Russenhack", mit der die kastrierte Software der Canon 300D freigeschaltet wurde.
Wieder ausgehend von einem russischen Forum ist es gelungen, alle Canon-DSLR, die √ľber eine Live-View-Funktion verf√ľgen, zu einer Videoaufnahmefunktion zu √ľberreden. Diese Videoaufzeichnung hat allerdings einige Einschr√§nkungen, denn man ben√∂tigt einen Computer. On Location w√§re also ein Laptop empfehlenswert... Au√üerdem wird genau genommen nicht die Kamera selbst mit einer neuen Funktion ausgestattet, sondern lediglich bestehende Funktionen ausgenutzt.
Die Art und Weise, wie dies umgesetzt wurde, ist allerdings bemerkenswert und so simpel, dass man sich fragt, wieso da niemand schon fr√ľher daraufkam: Im Lifeview-Betrieb werden mittels eines Programms via USB einfach die Liveview-Bilder ausgelesen und auf Festplatte gespeichert. Immerhin auf 22 fps kommt man auf diesem Wege.

Nachdem Olivier Giroux von obiger Idee erfahren hatte, dachte er ebenfalls, dass die Idee so naheliegend war, und baute nach einigen Tagen mittels des Nikon-SDK eine Videofunktion f√ľr die D700. Glaubt man dem Kommentarthread, so war dies eine relativ einfache Sache.

D700 mit Zeiss 2/100 Makro-Planar T* bei f/4

D700 mit Zeiss 2/35 Distagon T* bei f/2.8

Auch bei der D700 wird ein externer Rechner benötigt, und auch hier ist das ganze wohl eher eine, wenn auch bemerkenswerte, Spielerei:

Good news: it is a viable video source. It’s fast enough, and the quality is sufficient.

Bad news: it’s a bit too low-quality to be really exciting. It’s roughly 30% below 480p resolution. The most unfortunate thing is they create the Live-View image by decimating the sensor data rather than downsampling it – as a result it aliases, moir√©s and looks terrible in low light.

That’s it for the bad news though. The feed travels over the wire at 100fps (I measured), within which maybe 30fps’ worth are unique frames. Each frame is basically a NEF embedded thumbnail, each one is a fully-formed high quality JPEG file. The result has the potential to look as good (or bad) as a DVD, roughly.

Interessant d√ľrfte sein, ob und wie sich diese T√ľftelei in Zukunft entwickeln wird.

Einen Kommentar hinterlassen »

Mit Film arbeiten?

 Verfaßt am 23.12.08 um 05:21 Uhr, von , Kategorien: Praxis, Technik

In einem Kommentar zu meiner Spa√ü-Serie Ein leerer. Zwei gr√ľne. Drei Sechser. fragt mich Tobi Stadler "Wieviel arbeitest du eigentlich noch mit Film?"

Praktica BX20
Praktica BX20 mit 28-70/3.5-4.5.
Der Schmutz ist original.

Gute Frage. Mein erster Gedanke: Wie kommt der Tobi da eigentlich drauf? Etwas Nachdenken brachte dann die Antwort - auf dem Bild mit dem leeren K√ľhlschrank sind einige Kleinbildfilme zu sehen. Die liegen immer noch in meinem K√ľhlschrank, und das schon seit langer Zeit.

Wieviel arbeite ich eigentlich noch mit Film? Gar nicht. Obwohl ich eigentlich könnte. An Kleinbildkameras mangelt es mir nicht. Da wäre zunächst die gute alte Praktica BX20, die ich mir 1989 gekauft habe. Da gibt es einen Lomo Actionsampler, der sich mal zu mir verirrt hat. Und da gibt es noch eine Agfa Optima 335, die ich eigentlich mal reaktivieren wollte.

Warum eigentlich kein Film? Nun, fr√ľher arbeitete ich mit Film, wie jeder andere auch (und beruflich dar√ľber hinaus noch etwas mehr, n√§mlich in der Druckformherstellung im Flachdruck). Als Kind hatte ich eine Kodak Instamatic, die Kasettenfilm im Negativformat 28x28mm verlangte. Leider besitze ich aus dieser Zeit keine Aufnahmen mehr. In der Foto-AG meiner Schule bekam ich zum ersten Mal eine Spiegelreflexkamera in die H√§nde. Das war eine Praktica mit M42-Gewinde und Nachf√ľhrbelichtungsmesser. Fotografiert wurde schwarz-wei√ü auf irgendeinen Ilford, entwickelt und vergr√∂√üert wurde im Schullabor. Auch von diesen Aufnahmen ist nichts mehr vorhanden. 1989 erwarb ich dann beim √∂rtlichen Fotoh√§ndler meine erste Spiegelreflexkamera, eben die BX20 mit einem 50/1.8, sp√§ter kamen noch ein 28-70/3.5-4.5 und ein 80-200/3.9 sowie ein Berotron-Aufsteckblitz hinzu. Recht schnell habe ich von Farbnegativ auf -positiv, also Diafilm, gewechselt. Das hatte zum einen den Grund, dass die Entwicklung billiger war, wenn man selbst rahmte und dass man die Dias besser archivieren konnte. Vor allem aber konnte man sie bei Diashows zeigen, und da ich auch im Jugendferienlager die Kamera immer dabei hatte, fand dies auch statt. - Am Rande: Wie macht man das eigentlich heute? Kommen heute Kinder und Eltern noch zu einem Bilderabend im Gemeindesaal zusammen? Schaut man sich heute die alle Bilder aller Digitalkameras aller Kinder an...?

Lomo Actionsampler
Lomo Actionsampler.

Warum benutze ich heute keinen Film? Das h√§ngt auch mit dem Internet zusammen. Was ich auf Dia fotografiert habe, wurde Interessierten gezeigt. Ausbelichtet wurde recht wenig, hier und da mal gerahmt als Geschenk, hier und da mal als kleines Andenken, doch ansonsten bleiben die Bilder im Magazin. Als ich ca. 1995 mit dem Internet, in Ber√ľhrung kam, kam mir schon damals der Gedanke in den Sinn, dass man nunmehr Bilder der ganzen Welt (oder zumindetens dem Teil der Welt, der zum einen √ľber einen Internetanschlu√ü verf√ľgte und zum anderen diese Bilder sehen m√∂chte) zeigen k√∂nnte. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich meine Bilder anderen pr√§sentierte, war es noch ein langer, gewundener Weg, den ich hier abk√ľrze, indem ich mich auf das technische beschr√§nke - der finanzielle Aspekt sei dabei aber nicht vergessen. Dias im www zeigen, das hei√üt zun√§chst einmal, sie zu digitalisieren. Einen richtigen Filmscanner konnte ich mir nicht leisten, und die Versuche mit mehreren flachbettbasierten Durchlichtscannern waren nicht gerade befriedigend - weder vom Ergebnis noch f√ľr meinen Kontostand. Auch die damals aufkommenden Digitalkameras, an denen ich hier und da versuchen konnte, waren irgendwie zwar digital, aber eben keine Spiegelreflexe. Und das war doch so viel angenehmer beim Fotografieren.

Warum keine digitale Spiegelreflexkamera? Nun, das war vor allem eine finanzielle Frage. Eine digitale Spiegelreflexkamera sollte, so schien es damals, f√ľr immer ein Traum bleiben. Mitte der 2000er Jahre schaute ich zwar schon ab und an auf eBay nach gebrauchten Kameras, aber selbst eine Olympus E20 war f√ľr mich unerschwinglich. Wie der aufemrksame Leser wei√ü, besitze ich ja nun eine digitale Kamera, und daher k√ľrze ich auch hier wieder ein wenig ab und springe zu dem Tag, an dem ich mir eben eine Nikon D70s kaufen konnte. Seither ist viel Wasser den Neckar herunter- und viel Geld aus meinem Portemonnaie geflossen, und viele Bilder haben ihren Weg auf die CF-Karte gefunden. Seit diesem Tage habe ich keinen Film mehr benutzt, obwohl noch ein paar Patronen im K√ľhlschrank ihrer Verwendung harren. Dies f√ľhrt uns zur√ľck zur Ausgangsfrage:

Agfa Optima 335sensor electronic
Agfa Optima 335sensor electronic.

Wieviel arbeite ich eigentlich noch mit Film? Gar nicht. Ich brauche einfach keinen mehr. Nahezu alle Arbeitsergebnisse (abz√ľglich Ausschu√ü, versteht sich) werden entweder im www pr√§sentiert oder kommen auf elektronischem Wege zum Weiterverarbeiter. Da w√§re Film w√§re einfach mit viel zu vielen Umwegen und Unkosten verbunden. Was ich wirklich ausbelichtet brauche, wird beim Ausbelichter ausbelichtet (diesen Satz habe ich nicht gel√∂scht, weil er einfach gro√üartig ist, nicht wahr?). Der Rest: Digital. Film br√§chte mir einfach keine Vorteil. √úber die allf√§lligen sonstigen Vorz√ľge der Digitalfotografie lasse ich mich nun nicht aus. Mehr oder weniger esoterische Diskussionen √ľber optochemische versus digitale Fotografie m√∂chte ich auch nicht f√ľhren, diese Streitgespr√§che sind nicht meine. Ich f√ľr mich kann sagen: Film br√§chte mir einfach keine Vorteil.

Sollte ich mit Film arbeiten? Wer wei√ü, ich sollte wohl einfach mal einen der Filme aus dem K√ľhlschrank nehmen und die Agfa Optima damit laden. Was dabei wohl herauskommt?

Dieser Artikel ist mir was wert:

Was ist das?

4 Kommentare »

::

© Patrick G. Stoesser. Keine Verwendung ohne vorherige Genehmigung des Urhebers.
Impressum   |   Datenschutzhinweis
Powered by b2evolution   |   Skin based on asevo skin, modified and extended by Patrick G. Stoesser.