Kategorie: OT
Veto
Scheunenfund
Starker Flugrostbefall, aber das Fett in Innenlager und Steuersatz war noch weiß. Auch die Lagerlaufflächen waren noch einwandfrei. Also: Auseinanderbauern, entrosten, lackieren, zusammenbauen, fertig.
Modifikation: Gerader Lenker und passende Bremsgriffe statt dem ursprünglichen recht unergonomischen 3tt-Damenbügel, der zugegenenermaßen mit weißen Shimano-Rennbremsgriffen und weißem Lenkerband optisch mehr hermachte. Ansonsten alles noch original: 3tt-Vorbau und -Sattlestütze, Shimano 600-Kurbeln, Shimano 105-Schlatwerk und -Umwerfer, Campa-Naben (mit Ölloch!) und Mavic-Laufräder.
Schön, wie problemlos alte Rennradtechnik an diesem Milanetti funktioniert.
Fliegende Augen
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Immer, wenn man denkt, es geht eigentlich nicht schlimmer, dann wird man eines Besseren belehrt. So auch beim Konzert von The Flying Eyes im neueröffneten Kosmodrom (übrigens auch eine empfehlernswerte Location!) Heidelberg.
Nicht, dass wir uns falsch verstehen: The Flying Eyes, die mit dem Auftritt im Kosmodrom ihre Europatournee begannen, waren großartig. Solide Gitarren, mächtige Bässe, pushende Beats und kraftvoller Gesang - was will man mehr. Die vier jungen Männer aus Baltimore spielen im Prinzip Rock aus den 1960er Jahren, allerdings im Breitwandsound der Jetztzeit. Wer Gelegenheit hat, sich die Fliegenden Augen anzusehen, sollte sie nicht verpassen.
Was aber war so schlimm? Tja, das Licht. Ich habe noch nie so schlechte Lichtverhältnisse gesehen. Bühnenbeleuchtung gab es bis auf ein paar blaue Kannen, die über weite Strecken aus waren, keine. Äußerst sporadisch gabs dann noch etwas gelb und rot. Was es gab, waren psychedelische Aufprojektionen aus vier Diaprojektoren mit Farbrädern. Das sah zwar gut aus und paßte auch zur Musik, aber sorgte dafür, dass die Wand hinter den Musikern hell erstrahlte, während die Band selbst im Dunkeln stand - oder wilde Muster auf die Gesichter bekam. Ja, ich weiß, Konzerte werden für Konzertbesucher und nicht für Fotografen gemacht, aber etwas Frontlicht hätte auch den Zuhörern sicher gefallen.
Anyway, das Konzert war toll, und der Lichtmensch hat mir dann später bei einem Bier auch zukünftige Abhilfe versprochen.
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realfragment jetzt mit Flattr
Auf dem realfragment/blog gibt es nun zu ausgewählten Artikeln einen flattr-Button. Das Prinzip hinter flattr ist recht einfach: Jedes flattr-Mitglied zahlt einen monatlichen Beitrag. Wenn man Content sieht, den man für unterstützenswert hält, so kann man den flattr-Button anklicken. Am Ende des Monats wird der Beitrag auf alle flattr-Buttons, die man geklickt hat, aufgeteilt. Die Funktionsweise wird in diesem kleinen Film veranschaulicht:
Der Unterschied von flattr zu herkömmlichen Micropayment-Systemen besteht darin, wie flattr funktioniert. Herkömmliche Micropayment-Systeme wie PayPal haben eine hohe Einstiegsschwelle (wer loggt sich in PayPal ein, um zehn Cent zu spenden...?). Hinzu kommt, dass entweder feste Beträge verlangt werden oder freiwillig gespendet werden kann. Nur: was ist in ein angemessener Betrag für einen hilfreichen Artikel?
Mit flattr werden diese Probleme gelöst - wenn es funktioniert. Das hängt natürlich davon ab, ob genügend Leute mitmachen. Momentan befindet sich flattr in einer Beta-Phase und man muss noch einige Tage auf seinen Account warten. Interessant könnte sein, ob sich flattr als social micropayment etablieren kann. Social deswegen, weil es auf einfache Art und Weise ermöglicht, Inhalte und Autore zu unterstützen. Ich selbst beispielsweise bin ducrhaus bereit, für guten Content zu bezahlen. Gleichzeitig kann ich aber nicht für jede Website, die ich online lese, ein Abo abschließen - und wegen einem einzelnen Artikel werde ich auch nicht einen Betrag spenden. Flattr nimmt mir diese Arbeit ab und bietet gleichzeitig noch eine Kostenkontrolle, denn ich selbst bestimme, wieviel ich monatlich an Unterstützung leisten möchte.
Flattr ist mittlerweile auch auf großen Blogs wie dem Lawblog oder Spreeblick zu finden. Auch die taz, die nicht gerade ein kleines Blog ist, hat nun einen hat nun einen flattr-Button. Man darf also gespannt sein, was die Zukunft hier bringt.
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mensch-maschine: einstufung auf dem B-SEITE Festival 2010
Die Installation mensch-maschine: einstufung ist momentan auf dem B-SEITE Festival 2010 in Mannheim zu sehen. Tim hat die Technik nochmals finegetunt. Ich bin sehr erfreut... zumal ich mensch-maschine: einstufung nach wie vor für eine unserer gelungensten Umsetzungen halte: Sie ist bestechend simpel, intuitiv zugänglich, gesellschaftsrelevant, emotionalisierend und sieht gut aus.
Auf artmetropol.tv ist mensch-maschine: einstufung in Bewegtbildern zu sehen (02'10, der ganze Beitrag ist aber sehenswert!).
Zwangspause

Mit freundlicher Genehmigung des St.-Josefs-Krankenhaus Freiburg / RkK gGmbH
Mit einem rechten Daumen, der in Gips liegt, läßt es sich nicht sehr gut fotografieren. Ob Ken Rockwells berüchtigte Linkshänder-Nikon da hilfreich wäre?
Diamant




Endlich fertig: Das Diamant. Puristen mögen stöhnen ob des Stilmix: DDR, Italien, Japan...
Mit relativ wenig Aufwand und Kosten ist es mir aber gelungen, möglicht viel vom Charme des Diamant zu bewahren. An manchen Stellen überwog aber ein pragmatischer Umgang. Ein Beispiel: Renak-Naben sind wartungsintensiv, da sind mir gedichtete doch lieber. Schließlich ist das ein Alltagsrad und kein Vitrinenstück.
Original sind: Rahmen (lediglich neu lackiert und neu beklebt), Vorbau, Lenker (mit 38 cm Breite der schmalste, den ich erstehen konnte), Steuersatz, Sattelstütze, Innenlager (aber nicht die Innenlagerwelle), Kurbelgarnitur. A propos Kurbelgarnitur: Nur diese ist der Grund dafür, dass ich mich noch immer mit diesem dämlichen Keilinnenlager herumärgere und nicht schon längst auf ein Vierkant-Patronenlager samt modernen Alu-Kurbelgarnitur umgestiegen bin. Das brächte auch noch einiges an Gewichtsersparnis gegenüber diesem Stahlteil. Aber die Optik der Diamant-Kurbelgarnitur ist einfach zu schön.
Off topic: Falls jemand ein Diamant-Bahnrad-Innenlager herumliegen hat, bitte Mail an mich. Auch an anderen Diamant-Teilen bin ich immer interessiert.









