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Quantum QFlash: Quick 'n' dirty test

 Verfaßt am 24.07.09 um 15:18 Uhr, von , Kategorien: Bilder , Tags: , ,

Wie hier schon prophezeit, habe ich nunmehr einen Quantum Qflash erstanden. Es handelt sich dabei nicht um ein aktuelles Modell, da ein solches mir schlicht und einfach zu teuer ist. Dies um so mehr, wenn man bedenkt, dass ich die Ausstattungsmerkmale der aktuellen Serien nicht wirklich benötige. Was ich brauche, ist Leitzahl und manuelle Regelung. Der Quantum QFlash model T besitzt beides.

Quantum QFlash

Quantum QFlash komplett mit Quantum Turbo Batterie. Die Batterie hÀngt nur deshalb oben am Stativ, damit sie mit aufs Bild kommt. Normalerweise hÀngt man sie eher unten ans Stativ (Schwerpunkt!) oder stellt sie einfach daneben.
Der Aufsatz rechts am QFlash ist eine selbst vorgenommene Modifikation: Es handelt sich um einen Reflexschirmhalter. WĂŒrde der Reflexschirm in die dafĂŒr vorgesehene Halterung am Blitzneiger gesteckt, so wĂ€re der Abstand zwischen Schirm-LĂ€ngsachse und Blitzröhre sehr groß und das Lichtbild damit ungleichmĂ€ĂŸig. Mit meiner Lösung steckt der Schirm möglichst nahe an der Blitzröhre.

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[lightbox http://www.realfragment.de/blog/media/blogs/rf/qflash.jpg]Quantum QFlash mit Standardreflektor[/lightbox]
Quantum QFlash mit Standardreflektor
[lightbox http://www.realfragment.de/blog/media/blogs/rf/qflash_diff.jpg]Quantum QFlash mit Diffusor[/lightbox]
Quantum QFlash mit Standardreflektor und aufgesetztem Diffusor
[lightbox http://www.realfragment.de/blog/media/blogs/rf/qflash_bare.jpg]Quantum QFlash bare bulb[/lightbox]
Quantum QFlash in bare bulb-Stellung
[lightbox http://www.realfragment.de/blog/media/blogs/rf/qflash_bare_ref.jpg]Quantum QFlash bare bulb mit Reflektor[/lightbox]
Quantum QFlash in bare bulb-Stellung mit bare-bulb-Reflektor

Ich habe den Quantum nun einem quick 'n' dirty Test unterzogen. Das Testsetup ist an jenes meines Vivitar 283 bare bulb mod angelehnt. Auch hier gilt: Dieser Test genĂŒgt sicherlich nicht LabormaßstĂ€ben, reicht aber aus, um sich einen Eindruck ĂŒber die Lichtwirkung zu machen.  
Zum Aufbau selbst: Kamera war die Nikon D200 mit AF-S Nikkor 17-55mm 2.8G ED. Blitze: Nikon SB800 und eben der Quantum Model T.  Bei allen Bildern: ISO 100, f/8, 1/60 sec. RAW-Konverter: Pixmantec RAW Shooter Professional. Die Bilder sind out of cam. Im RAW-Konverter wurde der Kontrast  ganz leicht angehoben. Resizen und leichtes SchÀrfen erfolgte in Paint Shop Pro.  Die funkausgelösten Blitze standen ca. 1 m links neben der Kamera und ungefÀhr auf Objektivhöhe. Die Entfernung zum Motiv betrug ca. 2 m.

ZunÀchst einmal: Nikon SB800; Leistung 1/4.

Nikon SB800

Wie zu erwarten: Harte, dunkle Schatten, frontale Ausleuchtung.
Gleich weiter geht es mit dem Qflash, Reflektor in Normalstellung, Leistung 1/16.

Quantum QFlash

Etwas weicher, was dem grĂ¶ĂŸeren Reflektor und damit der grĂ¶ĂŸeren LichtabstrahlflĂ€che geschuldet ist. Beeindruckend die Leistung im Vergleich zum SB800, der ja auch nicht gerade schwach ist: 1/16 gegen 1/4.
Es geht weiter mit dem Qflash, diesmal mit einem der beiden mitgelieferten Aufsatzdiffusoren.

Quantum QFlash

Der Aufsetzdiffusor bringt keinen spĂŒrbaren Unterschied. Wenn man bedenkt, dass er die AbstrahlflĂ€che nicht vergrĂ¶ĂŸert, ist das auch keine Überraschung. Was der Diffusor allerdings verĂ€ndert: Man benötigt mehr Leistung - statt 1/16 immerhin 1/8.
Mit zwei Diffusoren sieht es dann erwartungsgemĂ€ĂŸ auch nicht besser aus:

Quantum QFlash

Nur die Leistung geht mit zwei Diffusoren nochmals in den Keller. Jetzt werden, bei gleichem ergebnis, schon 1/4 benötigt. Die Diffusoren sind also Voodoo.

Was die Qflashs gegenĂŒber herkömmlichen Aufsteckblitzen heraushebt, ist die Bauart mit außenliegender, austauschbarer Röhre. Dies macht es möglich, die Qflashs auch als Barebulb-Blitz zu verwenden. Dazu wird der Reflektor entfernt und die Blitzröhre nach oben geschwenkt. Draußen macht so etwas natĂŒrlich keinen Sinn, aber in RĂ€umen werden alle FlĂ€chen als Reflektor benutzt. Schauen wir uns das Ergebnis einmal an.

Quantum QFlash

Hmm. So berauschend ist das nicht, da hÀtte man mehr erwarten können. Die Leistung geht auch hier nochmals in den Keller: Der Qflash benötigt seine volle Leistung. Barebulb ist also nicht gerade der Killermodus des Qflash.
Am Rande aber sein noch erwÀhnt, dass selbst bei 1/1 Leistung der Qflash innerhalb einer Sekunde wieder bereit ist.

Zu guter Letzt noch ein Bild mit dem als Zubehör erhĂ€ltlichen Barebulb-Reflektor. Dieser Reflektor umschließt die Röhre im Barebulb-Betrieb um 180 Grad und verringert so die Leistungsminderung bei gleichzeitigem Erhalt der Barebulb-Charakteristik.

Quantum QFlash

Auch mit dem Barebulb-Reflektor: Nichts wirklich neues. Die Leistung kann nun aber wieder auf 1/2 heruntergeregelt werden.

Fazit

Vom Quantum Qflash alleine darf man sich keine Wunder erwarten. Was ein herkömmlicher Aufsteckblitz kann, wird der Quantum auch nicht umwerfend besser hinbekommen. Allerdings: Allein schon seine ungefĂ€hr fĂŒnf mal grĂ¶ĂŸereAbstrahlflĂ€che macht das Licht etwas besser - hier bietet sich die Verwendung in der mobilen Personenfotografie als Aufheller an.

Wo der Quantum punkten kann, sind andere Aspekte. Leistung, Blitzfolgezeit, Blitzanzahl: Hier ĂŒbertrifft der Quantum einen Aufsteckblitz deutlich (der Vorsprung vor einem Metz Stabblitz freilich dĂŒrfte weniger groß sein). Der Qflash hat auswechselbare Lichtformer. Der Qflash kann dank außenliegender Röhre Softboxen homogener ausleuchten als Aufsteckblitze (natĂŒrlich ist ein "echter" Studioblitz nochmals besser). Die außenliegende Röhre kann praktisch nicht ĂŒberhitzen; Dauerfeuer bei voller Leistung ist kein Problem.

Zusammenfassend lĂ€ĂŸt sich sagen, dass (wie so oft in AusrĂŒstungsfragen) der Qflash allein noch keine besseren Bilder macht. Er kann aber dort punkten, wo man mit herkömmlichen Austeckblitzen unter UmstĂ€nden an die Grenzen stĂ¶ĂŸt. Was das Licht angeht, so muss der Qflash noch meinen ganz persönlichen Erfahrungen in der Personenfotografie harren - ich bin schon einmal gespannt, wie er sich dabei schlĂ€gt.

In den USA ist der Qflash unter Hochzeitsfotografen auf jeden Fall weit verbreitet, wie eine Google-Recherche ergab. Vielleicht ist da auch ein wenig Hype dabei, aber ich denke nicht, dass nur aufgrund eines Hypes viele Berufsfotografen sehr viel Geld ausgeben.

Wer einen Qflash testen will, sollte bei eBay Ausschau halten, denn die aktuellen Modelle liegen im vierstelligen Euro-Bereich. Bei diesen Preisen dĂŒrfte auch nicht verwundern, warum der Qflash in Europa nicht so verbreitet ist.

Wer noch mehr ĂŒber die Qflashs erfahren will, dem sei dieser Artikel bei Zoomyboy empfohlen.

Dieser Artikel ist mir was wert:

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1 Kommentar

Kommentar von: [Mitglied]

Ich habe von einem Kunststoff-Schirmneiger den Teil, der den Schirm klemmt, herausgeschniten und mit Zwei-Komponenten-Kleber am QFlash angebracht. Das ist natĂŒrlich nur etwas fĂŒr leichte Schirme. Mit einem 80-cm-Schirm gibt es keine Probleme, einen 200-cm-Schirm montiere ich en einem separaten Schirmhalter.

05.03.11 @ 20:01


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