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Nach der Schlichtung: Protest plus gegen Stuttgart 21 plus

 Verfaßt am 12.12.10 um 16:51 Uhr, von , Kategorien: Bilder , Tags: , , ,

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Protest plus gegen Stuttgart 21 plus
Victory-Zeichen nach der Schlichtung

Am 11.12.2010 versammelten sich laut Veranstalter 端ber 50.000 gez辰hlte Personen auf dem Arnulf-Klett-Platz vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof unter dem Motto "Stuttgart 21 ist 端berall - f端r eine Demokratie der B端rger!"
Die Polizei spricht wie mittlerweile gewohnt von einer weitaus niedrigeren Zahl: 16.000 Teilnehmern.

Protest plus gegen Stuttgart 21 plus
Gangolf Stocker vom Aktionsb端ndnis gegen Stuttgart 21 (Mitte) an der Spitze des Demozuges

Nach der Auftaktkundgebung zogen die S21-Gegner in einem Demonstrationszug 端ber die Schillerstrae und die Konrad-Adenauer-Strae zum Charlottenplatz, weiter 端ber den City-Ring und 端ber die Roteb端hl- und die Theodor-Heuss-Strae zur端ck zum Hauptbahnhof. Gegen 17:00 Uhr wurde die Veranstaltung, die ohne Zwischenf辰lle verlief, beendet.

Protest plus gegen Stuttgart 21 plus
Kundgebung auf dem Arnulf-Klett-Platz

Trotz mehrerer zehntausend Teilnehmer hinterlie die Demo streckenweise einen kraftlosen, ja hier und da fast resignierten Eindruck. Auch der Redebeitrag des gr端nen Verkehrsexperten Boris Palmer ging teilweise in diese Richtung. Palmer rekapitulierte nochmals die Erfolge der Proteste und bekr辰ftigte, dass man auf das erreichte stolz sein k旦nne. Er verlie dabei den engen Stuttgart-21-Bezug und sah die Proteste als Teil einer B端rgerrechtsbewegung. Palmers uerungen klangen stellenweise nach dem Versuch, die Proteste unter Gesichtswahrung zu einem w端rdigen Abschlu zu bringen, Wut und Zorn zu befrieden und noch einmal die gemeinsame St辰rke zu beschw旦ren. Palmer machte aber andererseits auch noch einmal klar, dass ein modernisierter Kopfbahnhof die bessere L旦sung sei Stuttgart 21 dagegen sei ein zerfledderter Zombie, ein Projekt, das sich selbst erledige.

Protest plus gegen Stuttgart 21 plus
Boris Palmer spricht auf der Auftaktkundgebung

Das Bild des heutigen Tages ist gespalten: W端rde man allein von den heutigen Eindr端cken der Demo auf die Protestbewegung schlieen, so k旦nnte man vermuten, dass der Zenit des Widerstands bereits 端berschritten sei. Andererseits sollte man nicht den Fehler machen, die St辰rke des Protestes nur an stetig steigenden Teilnehmerzahlen festzumachen. Die 100.000 Teilnehmer nach dem Schock des "schwarzen Donnerstag", der R辰umung des Parks mit mehreren hundert Verletzen, waren sicher den auergew旦hnlichen Umst辰nden geschuldet. Dass heute 50.000 Menschen in K辰lte und Vorweihnachtszeit stundenlang friedlich auf die Strae gingen, sollte nicht kleingeredet werden. Dass der Widerstand gegen das Prestigeprojekt Stuttgart 21 seit Monaten immer wieder tausende und zehntausende mobilisieren kann, ist ebenfalls nicht unterzubewerten. In diesem Zusammenhang gesehen, ist der Widerstand eben nicht abgeflaut, sondern hat sich als kontinuierlich erwiesen.

Protest plus gegen Stuttgart 21 plusKnecht Ruprechte mit Geld-, Gier, und Immobiliensack

Welcher Eindruck sich letztlich bewahrheitet, werden die n辰chsten Wochen zeigen. Am 18.12. veranstalten die als radikaler geltenden Parksch端tzer eine Demonstration unter dem Motto "Kopfbahnhof 21 - den Menschen ein Wohlgefallen". F端r Januar n辰chsten Jahres hat das Aktionsb端ndnis weitere Proteste angek端ndigt.

Protest plus gegen Stuttgart 21 plus
Als Ministerpr辰sident Stefan Mappus (links) und Ministerin f端r Umwelt, Naturschutz und Verkehr, Tanja G旦nner (rechts) maskierte Demonstranten
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